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abgespeist.de: Neues von Becel – Unilever und die Pippi-Langstrumpf-Wissenschaft – Jetzt protestieren!

Mehr als 12.000 Verbraucher haben sich bereits beim Lebensmittelriesen Unilever beschwert, weil der Konzern mit Becel pro.activ eine Art Medikament in Lebensmittelform frei verkäuflich im Supermarkt anbietet. Wer unsere E-Mail-Aktion auf www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen unterzeichnet hat, erhielt von Unilever nun eine Antwort. Der Hersteller der cholesterinsenkenden Margarine stünde „im ständigen Austausch mit führenden Herz-Kreislaufspezialisten, um immer auf dem aktuellsten Forschungsstand zu sein“, heißt es seitens Unilever. Um das zu untermauern, werden zwei Professoren in Stellung gebracht, welche die in Becel pro.activ enthaltenen Pflanzensterine lobpreisen. Es gebe „keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen, lässt man beispielsweise Prof. Hans-Ulrich Klör von der Universität Gießen in der Antwort-E-Mail sagen. Auch Prof. Eberhard Windler von der Universität Hamburg kommt zu Wort und lobt den „Wirkmechanismus“ der medikamentenähnlichen Lebensmittel in höchsten Tönen. Dabei soll offensichtlich der Eindruck entstehen, Nutzen und Unbedenklichkeit dieser Produkte stünden völlig außer Frage. Die „Diskussion mit Wissenschaftlern“ ist ja schließlich erfolgt.

Es kommt natürlich auch darauf an, mit wem Unilever da diskutiert. Denn Wissenschaftler gibt es viele, und die beiden zitierten können kaum als repräsentativ gelten. Prof. Windler hat in der Vergangenheit nachweislich Honorar von Unilever erhalten – schon allein deshalb hat das Schreiben einen faden Beigeschmack. Doch davon einmal abgesehen: Einerseits von „aktuellem Forschungsstand“ zu fabulieren, andererseits „keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen kennen zu wollen, klingt ganz nach Pippi-Langstrumpf-Wissenschaft. Getreu dem Motto: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

Von keinem Hinweis kann keine Rede sein! Denn die von den Unilever-Professoren hochgelobten Pflanzensterine, die Becel pro.activ hochkonzentriert enthält, sind unter Experten höchst umstritten. Sie stehen in Verdacht, das zu verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen – Ablagerungen in Gefäßen und damit ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten. Immer wieder liefern Studien Hinweise auf mögliche Risiken. Das hat unter anderem das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) dazu bewegt, eine Stellungnahme zu solchen Lebensmitteln zu verfassen. Bereits 2008 kamen die staatlichen Wissenschaftler zu dem Schluss:

„Insgesamt unterstreichen die Studien jedoch, dass der Verzehr von Lebensmitteln mit Phytosterinen [Pflanzensterine] von gesunden Menschen, die keinen erhöhten Cholesterinspiegel haben, ausdrücklich vermieden werden sollte.“

Denn bei diesen Verbrauchern gibt es nicht einmal einen potenziellen Nutzen, den man gegen das Risiko von Nebenwirkungen abwägen müsste. Nur: Mit den Wissenschaftlern des BfR hat Unilever offenbar nicht „diskutiert“. Hinzu kommt: Selbst für Menschen mit erhöhtem Cholesterinspiegel ist der Nutzen der Produkte alles andere als eindeutig belegt. Die großen europäischen Dachgesellschaften für Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen in ihren jüngst verabschiedeten Leitlinien beispielsweise zu folgendem Urteil:

„Aktuell gibt es keine Daten, die belegen, dass die Cholesterinsenkung mithilfe von Pflanzensterinen präventiv gegen koronare Herzkrankheiten wirkt. Um die Sicherheit von Lebensmitteln mit Pflanzensterinzusatz bei regelmäßiger Einnahme zu garantieren, sind außerdem Langzeitstudien nötig.“

Unilever jedoch verspricht ungerührt:

„Bestünden nur die geringsten Zweifel an der Sicherheit unserer Produkte, würden wir diese nicht anbieten.“

Offensichtlich genügt es Unilever, keine eigenen Zweifel zu haben. Das reicht jedoch nicht. Angesichts verbreiteter wissenschaftlicher Bedenken ist diese Haltung unverantwortlich. Fordern Sie Unilever deshalb jetzt auf, den freien Verkauf von Becel pro.activ im Supermarkt zu stoppen!

www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen 

Falls Sie die Beschwerde-Aktion bereits unterschrieben haben: Leiten Sie diese Nachricht an Freunde und Bekannte weiter. Jede Stimme zählt!

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Quelle: foodwatch.de

Anti-Pilzmittel im Käse – Saint Albrays unverantwortliches Marketing

Der französische Käse-Multi Bongrain (Géramont, Fol Epi, Bresso) hat neuerdings was ganz Besonderes im Sortiment: Den „Saint Albray Klosterkäse“ mit „essbarer Rinde“. Das behauptet der Hersteller zumindest mit einem großen Werbehinweis auf der Verpackung. Staatliche Wissenschaftler hingegen raten von dem Verzehr solcher Rinde dringend ab. Denn sie enthält das Anti-Pilzmittel Natamycin (E235), das in der Medizin z.B. bei Darmpilzinfektionen zum Einsatz kommt. Wer über Lebensmittel kleine Mengen davon aufnimmt, läuft Gefahr, dass sich Resistenzen bilden und die Substanz als Medikament seine Wirkung verliert. Wir haben Bongrain damit konfrontiert, doch der Konzern sieht darin keinerlei Problem. Beschweren Sie sich jetzt bei dem Unternehmen, das Ihnen Anti-Pilzmittel als „essbare Rinde“ verkaufen möchte:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen 

Das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das ebenfalls staatliche Max Rubner-Institut (MRI) sind sich einig: Mit Natamycin behandelte Käserinde sollte keinesfalls mitgegessen werden. Ausloben, dass die Rinde essbar ist, darf man laut Gesetz trotzdem. Und weil sich so eine essbare Rinde offenbar einfach besser verkauft, nutzt Bongrain das gesetzliche Schlupfloch – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Verbraucher. Geringe Herstellungskosten sind dem Konzern wohl wichtiger, denn mit Natamycin lässt sich Personal sparen, das den Käse während der Reifung pflegt und wendet, um ihn vor Schimmel zu bewahren. Diese offensichtliche Rationalisierungsmaßnahme versucht Bongrain sogar noch als traditionell zu verkaufen: „Entdecken Sie Saint Albray Klosterkäse, der heute wie damals in aller Ruhe in unseren Käsekellern reift und dabei seinen aromatisch-cremigen Geschmack entfaltet“, heißt es auf der Verpackung. Was eine antibiotisch wirkende Substanz in der Käseherstellung mit „damals“ zu tun hat, können vermutlich nur die Marketing-Manager von Bongrain beantworten. Nicht einmal die goldgelbe Farbe des Käses ist original – da hilft der Konzern mit einem Farbstoff nach. Der ach so traditionelle Klosterkäse ist also von vorne bis hinten eine einzige Werbelüge!

Ein vermeintlicher Qualitätshersteller wie Bongrain – nach eigenen Angaben weltweit (!) die Nummer Eins für Käsespezialitäten – sollte sich seiner Verantwortung als Lebensmittelhersteller bewusst sein. Meint man. Das aktuelle Beispiel zeigt, dass dem nicht so ist. Entgegen jeder Empfehlung erdreistet sich der Konzern, eine Käserinde mit Anti-Pilzmittel als etwas Besonderes auszuloben. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion an Bongrain:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen 

PS: Saint Albray Klosterkäse ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist.de-Pate:

www.foodwatch.de/abgespeist-patenschaft

Quelle: abgespeist.de

foodwatch.de: Diesen Donnerstag Abstimmung über Smiley – machen Sie jetzt Druck!

Kaum hatten die Verbraucherminister der Bundesländer im Mai die Veröffentlichung der Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen beschlossen, kam Widerstand von den Kollegen: Die Wirtschaftsminister der Länder lehnten die Pläne auf ihrer Konferenz im Juni mehrheitlich ab. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner versteckt sich hinter der Patt-Situation. Erst wenn die Länder sich auf eine einheitliche Position geeinigt hätten, will sie auf Bundesebene aktiv werden. Ab Donnerstag, 15. September, tagen nun wieder die Verbraucherminister. Das Versteckspiel muss ein Ende haben: Fordern Sie jetzt die Minister auf, endlich das Smiley-System im Interesse der Verbraucher und der sauberen Unternehmen einzuführen. Die Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen müssen direkt vor Ort per Aushang veröffentlicht werden!

www.foodwatch.de/smiley-aktion

Wenn Sie bei unserer Protest-Aktion bereits mitgemacht haben, leiten Sie diese E-Mail bitte an Freunde und Bekannte weiter. Es kommt auf jede Stimme an!
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Quelle: foodwatch.de

abgespeist de: Wählen Sie jetzt die Werbelüge des Jahres!

Noch vor zwei Jahren war der systematische Etikettenschwindel bei Lebensmitteln kaum ein Thema in der Öffentlichkeit. Das hat sich grundlegend geändert: Tausende Verbraucher beschweren sich über die Werbepraktiken, Hersteller ändern ihre Produkte, Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner will ein Internetportal starten, um Irreführung öffentlich zu machen. Ohne den Druck der Verbraucher wäre das alles nicht geschehen. Gerade erst gab der Präsident des Spitzenlobbyverbandes der Lebensmittelindustrie BLL erstmals zu, wenn auch noch etwas verschämt: „Einzelne“ Fälle seien durchaus „denkbar“, in denen ein Verbraucher „gegebenenfalls getäuscht werden kann“.

Es tut sich also etwas – aber um den Werbetricks der Industrie den Garaus zu machen, müssen die Verbraucher weiter Druck machen. Sie können uns dabei helfen: Mit Ihrer Teilnahme an der Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ 2011! Stimmen Sie jetzt ab über die dreisteste Werbelüge des Jahres unter

www.abgespeist.de

Der Negativ-Preis „Goldener Windbeutel“ hilft, die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Etikettenschwindel hoch zu halten. Das war 2009 so, als Sie Danones Joghurtdrink Actimel zur Werbelüge des Jahres kürten. Und noch mehr im vergangenen Jahr, als die Molkerei Zott den Preis für ihren überzuckerten „Monte Drink“ erhielt. Jetzt kommt der „Goldene Windbeutel“ zurück. Und die diesjährigen Kandidaten haben es in sich:

Die Nimm2-Bonbons etwa – denen Hersteller Storck einen überflüssigen künstlichen Vitamincocktail zusetzt, nur um sie gesünder als andere Süßigkeiten erscheinen zu lassen. So lernen Kinder, dass es statt Obst und Gemüse auch Süßigkeiten bringen – ein fatales Signal.

Die Firma Stockmeyer verspricht Eltern sogar, dass ihre „Ferdi Fuchs“-Würstchen einen „täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung“ leisten könnten. Tatsächlich haben sie einen viel zu hohen Salzgehalt – was eher einem täglichen Beitrag zum späteren Bluthochdruck gleichkommt.

Traditionsbewusst präsentiert sich der dritte Kandidat, das Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen von Kühne. Dessen satter Premium-Preis scheint durch die „besten natürlichen Zutaten“ und eine Tradition „seit 1722“ gerechtfertigt. Doch drin stecken Farbstoff und Aromen – modernste Lebensmitteltechnologie also, die die vermeintliche Handwerkskunst als standardisierte Industrie-Massenware entlarvt.

Kein bisschen ehrlicher bewirbt Danone sein Activia-Sortiment. Wer hinter den Joghurts ein Wundermittel für die perfekte Verdauung vermutet, darf sich getäuscht fühlen. Denn Danones Studienergebnisse sind mehr als dünn. Activia ist zwar teuer, mal eben die Verdauung „regulieren“ kann es aber nicht.

Die Milch-Schnitte macht die Kandidatenriege komplett. „Schmeckt leicht. Belastet nicht. Ideal für zwischendurch“, wirbt Ferrero. Doch die Schnitte besteht fast zu 60 Prozent aus Fett und Zucker. Wenn das „leicht“ sein soll, ist selbst Schoko-Sahnetorte ein Diät-Produkt.

Von welchem Produkt fühlen Sie sich am meisten getäuscht? Stimmen Sie jetzt ab unter

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PS: Mit der Kampagne abgespeist entlarvt foodwatch regelmäßig den systematischen Etikettenschwindel der Lebensmittelindustrie. Unsere Produktrecherchen und Kampagnen sind nur möglich durch Ihre Unterstützung. Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie abgespeist-Pate:

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PPS: Jede Stimme beim Goldenen Windbeutel ist ein Signal an die Lebensmittelindustrie, dass die Verbraucher mit den irreführenden Werbepraktiken nicht einverstanden sind. Sie können mithelfen, dass sich so viele Verbraucher wie möglich an der Wahl beteiligen. Bitte leiten Sie dazu einfach diesen Newsletter jetzt direkt an Ihre Freunde und Bekannten weiter!

Quelle: abgespeist.de

 

foodwatch gegen Zwangsernährung mit Klonprodukten – foodwatch gegen EU-Beschluss

 

Wieder ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher: Fleisch und Milch von Nachfahren geklonter Tiere können auch künftig ohne Kennzeichnung in Europas Supermärkten verkauft werden. Dies ist das Ergebnis der jüngsten EU-Verhandlungen, das wir nicht zuletzt der deutschen "Verbraucher"ministerin Ilse Aigner und ihrem Kollegen aus dem Wirtschaftsressort Rainer Brüderle verdanken.
Als im Juli 1996 das Klon-Schaf "Dolly" das Licht der Welt erblickte, haben das die wenigsten Menschen als "Durchbruch der Wissenschaft" empfunden. Den meisten jagte die Vorstellung eines genetischen Doppels eher Schauer über den Rücken. Das ist nur zu verständlich, denn das walisische Bergschaf war das erste aus einer Körperzelle eines Organismus geklonte Säugetier. Es hatte keinen Vater und war die genetische Dublette seiner "Mutter".

Das Klonen von Lebewesen ist für die meisten Menschen nicht nur einfach unnatürlich, sondern sie finden es gruselig. Viele haben ethische Bedenken. Sie fragen sich, was das wohl für eine Welt ist, in der Geschöpfe wie aus Frankensteins Labor geschaffen werden. Damit wollen die wenigsten etwas zu tun haben, geschweige denn wollen sie so ein Geschöpf essen.
Seit Dolly sind einige Jahre ins Land gegangen und mittlerweile existieren Hunderte Nachkommen von geklonten Tieren. In der EU ist das Klonen von Tieren zur Lebensmittelerzeugung bis zum Jahr 2015 zwar einerseits nicht erlaubt. Aber was die meisten nicht wissen: auch wenn diese Tiere hier nicht erzeugt werden, so sind doch deren Nachkommen und Produkte auf dem Markt und wir verzehren sie bereits seit Längerem, ohne dass jemand uns Verbraucher gefragt hätte!
Diese Ungeheuerlichkeit geht aus einem internen Papier der EU-Kommission hervor. Die EU vertritt die Auffassung, dass man entsprechende Produkte auch in Zukunft nicht kennzeichnen oder auf Risiken überprüfen könne, da die Tiere in den Export-Ländern wie den USA nicht erfasst würden. Dabei wären Kontrollen beim Import von Zuchtmaterial durchaus möglich. Die dafür notwendigen Systeme zur Erfassung geklonter Tiere und ihrer Nachkommen sind technisch realisierbar.

Warum fordert die EU dann also nicht solche Nachweise und macht ihre Importe davon abhängig, erwägt also ein Importverbot? Die Antwort ist so einfach wie erschütternd: Die EU befürchtet wirtschaftliche Nachteile, die ein Importverbot für geklonte Tiere bzw. deren Erzeugnisse nach sich zöge. In dem internen Kommissions-Dokument werden minutiös die Folgen für die EU-Agrarexportbilanz aufgeführt. Zwei Zahlen sind dabei entscheidend: Einmal der Milch-Exportüberschuss im Wert von 5,5 Milliarden Euro pro Jahr und der Schweinefleisch-Exportüberschuss im Wert von 3,9 Milliarden Euro pro Jahr. Es geht also um einen mit Hilfe unserer Steuergelder finanzierten Exportüberschuss im Wert von 9,4 Milliarden, den die EU dringend loswerden möchte. Ein Handelsstreit mit den USA ist da nicht gerade willkommen.
Die Verbraucher sind also gleich zweimal die Dummen: Erst müssen wir mit unseren Steuergeldern Überschüsse finanzieren, die niemand braucht und dann müssen wir ungewollt Klonprodukte essen, damit uns das Ausland diese Überschüsse abnimmt!
foodwatch wehrt sich mit aller Kraft dagegen. Denn wie eine offizielle Eurobarometer-Umfrage zeigt, lehnt eine deutliche Mehrheit der Verbraucher das Klonen aus ethischen Gründen ab und möchte nicht mit Klontieren oder Produkten oder Nachkommen dieser Tiere zwangsernährt werden. Unsere Protestaktion gegen ungekennzeichnete Klonprodukte ist so erfolgreich wie kaum eine zuvor: Über 18.000 Menschen haben sich innerhalb von nur zwei Wochen daran beteiligt.
foodwatch fordert deshalb:
Klonfleisch darf den Verbrauchern nicht untergejubelt werden. Die Menschen haben das Recht, Fleisch oder Milch von Nachkommen geklonter Tieren abzulehnen. Daher gilt: Es muss eine klare Kennzeichnung geben – wo Klonfleisch drin ist, muss auch Klonfleisch drauf stehen.

Unterstützen Sie uns in unserem Kampf gegen die Zwangsernährung mit Produkten von Klontieren. Wir geben nicht auf und lassen uns von dem EU-Beschluss nicht abschrecken. Wir fordern die Kennzeichnung von Klonprodukten. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir möchten, dass die europäische Politik das Thema wieder auf die Tagesordnung setzt und ein Einfuhrverbot ungekennzeichneter Klonprodukte vereinbart. Helfen Sie dabei mit und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch: In Kampagnen wie dieser steckt eine Menge Arbeit, Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei!
Liebe foodwatch–Interessierte, wir wissen: die Politik reagiert nur auf Druck. Mit unserer Kampagne können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie bitte Förderer/Förderin von foodwatch.
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Quelle: foodwatch.de

abgespeist.de: Activia, die (fast) perfekte Werbelüge

 

Was die Heinzelmännchen für den Haushalt sind, ist Danones geheimnisvolle „ActiRegularis"-Kultur für den Magen-Darm-Trakt. Wenn man der Werbung für den Joghurt Activia Glauben schenkt, verrichten die Bakterien wahrhafte Wunderdinge: Danone verspricht ein verbessertes „Darmwohlbefinden“, eine „regulierte“ Verdauung, reduzierten „Blähbauch“ und ein gutes „Bauchgefühl“. Die „Wirkweise“ sei „wissenschaftlich bestätigt“. Klingt eindrucksvoll. Tatsächlich ist Activia der erfolgreichste Fruchtjoghurt Deutschlands –  und einer der teuersten.

Also rundum eine echte Erfolgsgeschichte für den Hersteller –  allerdings eine, die auf Verbrauchertäuschung gebaut ist. Denn Activia ist keineswegs eine Wunderwaffe für die Verdauung. Die Ergebnisse von Danones wissenschaftlichen Studien sind dünn. Dass Activia Verdauungskrankheiten weder behandeln noch davor schützen kann, gibt der Hersteller selbst zu. Das „Darmwohlbefinden“ lässt sich auch viel preisgünstiger verbessern. Und sonst? Auch sonst braucht niemand Activia, damit die Verdauung funktioniert. Danone zieht Verbrauchern mit aufgeblähten Werbeversprechen schlichtweg das Geld aus der Tasche: Allein im Jahr 2009 haben sie dem Konzern weltweit einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro (!) beschert – im guten Glauben an dessen Werbeversprechen. Das wollen wir nicht auf uns sitzen lassen. Beschweren Sie sich mit unserer E-Mail-Aktion jetzt bei Danone über diese teuren Tricksereien:

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Was ist die Voraussetzung dafür, dass die Verdauung funktioniert? Vor allem eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Das kann auch eine tägliche Portion Joghurt nicht ersetzen. Und schon unsere Großmütter wussten, dass Trockenpflaumen, Weizenkleie, ganz einfacher Naturjoghurt oder einfach ein Spaziergang verdauungsfördernd sein können. Mehr „Darmwohlbefinden“ gibt es also durch simple Hausmittel – ganz preisgünstig.
Activia kostet immerhin etwa drei Mal so viel wie normaler Naturjoghurt. Um Verbraucher dennoch davon zu überzeugen, dass sich der Griff zum teuren Joghurt lohnt, veranstaltet Danone einen aufgeblasenen Werbe- und Wissenschaftszirkus, der seinesgleichen sucht. Belegt wurde zum Beispiel,  dass Activia bei manchen Menschen zu einer verkürzten Passagezeit der Nahrung durch den Darm führt. Das verbessert aber noch lange nicht die Verdauung insgesamt. Und dass normal gesunde Verbraucher ihre Darmpassagezeit überhaupt nicht verkürzen müssen, sagt Danone natürlich nicht. In anderen Studien fühlten sich Patienten mit chronischen Verdauungsstörungen – dem so genannten Reizdarmsyndrom – subjektiv besser oder „weniger aufgebläht“, wenn sie Activia aßen. Objektiv messbar ist das nicht. Auf gesunde Personen ohne Reizdarm lässt es sich auch nicht einfach übertragen. Und in einer Studie schnitt sogar das Placebo – ein Produkt ohne lebende Joghurtbakterien –  besser ab.
 
Fazit: Minimale Effekte, maximal aufgeblasen. Danone verlangt für Activia zwar einen satten Premiumpreis, Premium-Gesundheitseffekte bekommen Verbraucher dafür jedoch nicht. Ein Joghurt bleibt ein Joghurt bleibt ein Joghurt. Das Geld für den gefühlten Activia-Effekt ist besser in eine ausgewogene Ernährung angelegt.
Lassen Sie Danone diese Tricksereien nicht durchgehen. Zeigen Sie dem Konzern, dass Verbraucher sich teuren Etikettenschwindel nicht länger gefallen lassen wollen und unterzeichnen Sie jetzt unsere Mitmachaktion:

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Ihr foodwatch-Team
 
Quelle: foodwatch.de

foodwatch gegen Zwangsernährung mit Gentechnik

 

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher lehnt Gentechnik im Essen ab. Einer 2010 durchgeführten Umfrage der Europäischen Kommission zufolge werden es in den meisten europäischen Ländern sogar kontinuierlich mehr. In Frankreich sind es überwältigende 84 Prozent und auch in Deutschland möchten immerhin 78 Prozent keine Gentechnik auf ihrem Teller. Dafür gibt es gute Gründe: Niemand weiß, was diese Technologie langfristig bewirkt. Das werden erst unsere Kinder und Kindeskinder erfahren! Welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut von Nahrungsmittelpflanzen haben, lässt sich erst nach Generationen feststellen. Doch die großen Gentechnikkonzerne wie Monsanto fahren Jahr für Jahr Rekordgewinne ein. Mit anderen Worten: Die Konzerne verdienen prächtig, aber die Natur ist ihr Versuchslabor und wir spielen die Versuchskaninchen!
 
Den Politikern scheint das allerdings völlig egal zu sein, denn nun haben die EU-Mitgliedsländer – also auch die "Verbraucher"ministerin aus Deutschland, Frau Aigner – beschlossen, dass künftig noch mehr Gentechnik als bisher in unserem Essen landen soll. Ab diesem Sommer dürfen Gen-Pflanzen, die noch nicht mal die bisher vorgeschriebene Sicherheitsprüfung durchlaufen haben, an das Vieh verfüttert werden. Das ist unfassbar: Nicht mal die – nicht gerade als gentechnikfeindlich bekannten – USA dulden Bestandteile von Genpflanzen, die nicht von den eigenen Behörden getestet worden sind!
 
Wir von foodwatch sagen: "Schluss mit der Zwangsernährung mit Gentechnik." "Zwangsernährung" deshalb, weil Gentechnik im Essen nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn es sich um pflanzliche Produkte handelt. Für tierische Produkte, die mit Gentechnik erzeugt werden, gilt dies jedoch nicht. Aber gerade in diesen Produkten steckt die meiste Gentechnik drin! Über 80 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Futtertrog. Für Sie als Verbraucher bedeutet das konkret: Die Eier, das Fleisch, der Joghurt und die Milch, die Sie im konventionellen Handel erwerben, stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Tieren, an die genverändertes Soja verfüttert wurde. Aber das steht nirgends drauf!
Echte Wahlfreiheit wird es nur geben, wenn große Teile des Fleischmarktes gentechnikfrei werden. foodwatch hat deshalb die Burgerbewegung ins Leben gerufen. Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass McDonald's Hamburger ohne Gentechnik herstellt. An McDonald’s wenden wir uns deshalb, weil gentechnikfreie Hamburger von McDonald's den Fleischmarkt umkrempeln würden. Denn in den McDonald's–Restaurants in Deutschland essen täglich etwa 2,58 Millionen Menschen. Für sie werden jeden Tag mehr als 120.000 Kilogramm Hackfleisch zu Burgern verarbeitet. Im Klartext heißt das: Fast jeder dritte (!) Landwirt in Deutschland beliefert auch McDonald's.
 
Seit Jahren sammeln wir dafür im Internet und auf der Straße Unterschriften und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Dezember letzten Jahres haben wir 72.000 Unterschriften an McDonald's geschickt. Zusammen mit den schon vorher übergebenen Unterschriften und den über unsere Mitmach-Aktion im Internet versandten E-Mails haben sich in der Zwischenzeit über 100.000 Verbraucher an McDonald's gewandt und Burger ohne Gentechnik gefordert!
Zuerst hat der Konzern versucht, uns mit der Behauptung abzuspeisen, es gäbe nicht genügend gentechnikfreies Soja auf dem Markt gäbe. Nachdem wir ihm im Rahmen einer spektakulären Aktion vor dem Berliner McDonald's-Restaurant auf dem Potsdamer Platz das Gegenteil bewiesen hatten, erklärte der Großkonzern, dass er leider nicht dazu in der Lage wäre seine Fleischlieferanten so konsequent zu kontrollieren, dass er Gentechnikfreiheit gewährleisten könne. Das ist merkwürdig: Wieso kann der Konzernriese nicht das, was immer mehr Molkereien bei ihren Lieferanten können?
 
Die Antwort ist klar: McDonald's verwechselt "Können" mit "Wollen" und um das nicht zugeben zu müssen, tischt er uns faule Ausreden und dreiste Lügen auf.
Wir wollen uns das nicht länger gefallen lassen und den Druck auf McDonald's und die Politik weiter erhöhen. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir möchten, dass McDonald's den Wunsch von 100.000 Verbrauchern nicht länger ignoriert und die Hamburger gentechnikfrei macht. Helfen Sie dabei mit und werden SieFörderer/Förderin von foodwatch: In Kampagnen wie der Burgerbewegung steckt eine Menge Arbeit, Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei!
Liebe foodwatch-Interessierte, wir wissen: Konzerne wie McDonald's, aber auch die Politik, reagieren nur auf drohende Gewinneinbußen oder Imageverluste. Mit unserer Burgerbewegung können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie bitte Förderer/Förderin von foodwatch.
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Quelle: foodwatch.de

foodwatch.de: Gutfried tritt vom Schweinefleisch zurück

 

Gutfrieds Geflügelschwein hat fast 10.000 Verbraucher auf den Plan gerufen. So viele beschwerten sich über die E-Mail-Aktion auf abgespeist.de direkt beim  „Geflügelwurst-Spezialisten Nummer Eins“ (Gutfried über Gutfried) über dessen angebliche „Puten Cervelatwurst“. Die bestand etwa zur Hälfte aus Schweinefleisch – was freilich nur im Kleingedruckten auf der Rückseite zu erkennen war, während es die Pute  gleich doppelt und dreifach und in großen Buchstaben auf die Vorderseite der Verpackung geschafft hatte.
 
Im Dezember 2010 erst hatte foodwatch diese Mogelpackung kritisiert. Und schon hat Gutfried reagiert und im wahrsten Sinne des Wortes die Sau rausgelassen: Die Putenwurst kommt jetzt ohne Schweinefleisch daher. Die Rezepturänderung versucht das Unternehmen als Ergebnis des „direkten Drahts“ zum Kunden zu verkaufen. „Verbraucher schätzen wechselseitige Information und Austausch“ behauptet der „Geflügelwurst-Spezialist“ in sinnfreiem PR-Sprech. So kann man sich auch massive Verbraucherproteste schön reden. Klar ist: Ohne die vielen tausend Beschwerdemails wäre das Schwein im Federkleid wahrscheinlich noch eine Weile durch die Supermarkt-Regale stolziert. Die erste Reaktion des Herstellers klang nämlich noch ganz anders: Auf das Schweinefleisch „möchten und können wir aus geschmacklichen und optischen Gründen“ nicht verzichten, richtete Gutfried damals aus. Das scheint sich nach den vielen tausend Beschwerdemails plötzlich geändert zu haben. So ein Zufall. Oder anders formuliert: Schwein gehabt!
 
Auch wenn die neue, angeblich „verfeinerte“ Rezeptur (neuerdings sorgen 16 Gramm „Pflanzenfett“  für ein bisschen Wurst-Feeling) nichts über die Qualität der nunmehr schweinelosen Wurst aussagt: Das Beispiel Gutfried zeigt, dass die Lebensmittelindustrie massive Verbraucherproteste gegen ihre legalen Betrügereien nicht ignorieren kann.
 
Machen Sie mit bei unseren aktuellen Mitmach-Aktionen auf abgespeist.de. Denn andere Hersteller haben noch nicht reagiert – zum Beispiel diese:
 
Kühne Schlemmertöpfchen: Außen Premium, innen Aromen
Trotz mittlerweile mehr als 7.000 Beschwerden werden die mit Farbstoff und Aromen versetzten Industriegurken weiterhin als „beste natürliche Zutaten“ mit „erlesenen Kräutern“ verkauft.Beschweren Sie sich jetzt direkt bei Kühne, damit das endlich ein Ende hat!
 
Storck nimm2: Der Etikettenschwindel für die ganze Familie
Auch Storck stellt auf stur: Nach wie vor sollen Eltern glauben, dass nimm2 die besseren Süßigkeiten seien. Doch auch zugesetzte Vitamine machen Bonbons weder wertvoll noch gesund. Lassen Sie sich das nicht gefallen und beschweren Sie sich jetzt direkt bei Storck!
 
Stockmeyer Ferdi Fuchs: Der tägliche Beitrag zum späteren Bluthochdruck
In einer E-Mail an die Verbraucher erklärt das Unternehmen, dass der viel zu hohe Salzgehalt der „Ferdi Fuchs Mini Würstchen“ unter Umständen tatsächlich gesenkt werden soll – konkret wird der Hersteller aber nicht. Und bewirbt sein Produkt weiter so, als sei es gesund und auf die Ernährungsbedürfnisse von Kindern abgestimmt. Fakt ist: Kinder essen zu viel Salz, Ferdi Fuchs trägt dazu bei. Beschweren Sie sich deshalb jetzt bei Stockmeyer, damit die Ankündigung keine Ankündigung bleibt und der Salzgehalt gesenkt wird!
 
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Ihr foodwatch-Team
 
PS: Die "Puten Cervelatwurst" von Gutfried war nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist-Pate:
 
Quelle: foodwatch.de

Ferdi Fuchs und der tägliche Beitrag zum späteren Bluthochdruck

 

Wenn's um Kinder geht, holen Marketing-Leute zum Doppelschlag aus: Comics zum Anfixen der Kleinen, Gesundheitsversprechen als Balsam für die Eltern. Wurstfabrikant Stockmeyer macht das genau so und preist die "Ferdi Fuchs Mini Würstchen" als "täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung" an. Tatsächlich sind die Würstchen alles andere als ein ausgewogenes Kinderprodukt, drei rote Nährwertampeln bekämen sie: für Fett, gesättigte Fette und Salz. Vor allem der hohe Salzgehalt macht aus den Kinderwürstchen keinen "Beitrag zur gesunden Ernährung", sondern eher einen Beitrag zum späteren Bluthochdruck. Denn wer als Kind zu viel Salz isst, erhöht das Risiko später an Bluthochdruck und seinen zahllosen Folgekrankheiten zu leiden. Das weiß auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und empfiehlt seit langem eine "Verringerung des Salzgehaltes in Lebensmitteln". Den Wurstfabrikanten Stockmeyer interessiert das offenbar wenig, stattdessen bewirbt er seine salzigen Würstchen auch noch als besonders geeignet für Kinder.
 
Beschweren Sie sich deswegen jetzt bei Stockmeyer, damit die gesalzene Irreführung ein Ende hat:
http://www.abgespeist.de/ferdi_fuchs/mitmachen/
 
Kinder essen zu viel Salz: Je nach Alter und Geschlecht nehmen sie täglich zwischen 4,25 und 5,5 Gramm zu sich. Zu viel Salz kann zu erhöhtem Bluthochdruck führen, der wiederum Folgen haben kann: Nierenschäden, Schlaganfall, Herzinfarkt.
 
Doch Salz ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Es ist unentbehrlich für verschiedene Körperfunktionen. Nur liegen die realen Verzehrmengen meilenweit über dem, was der Körper wirklich benötigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert deshalb "Anstrengungen zur Senkung des Kochsalzverzehrs" und schätzt, dass für Kinder gerade einmal etwas mehr als ein Gramm Salz pro Tag lebensnotwendig sei. Tatsächlich essen Kinder deutlich mehr – Jungen zwischen sechs und elf Jahren beispielsweise etwa 5,16 Gramm. Das ist zu viel. Und es stammt zu einem großen Teil aus Wurst und Fleischprodukten.
 
Viele Wursthersteller wollen dennoch suggerieren, ihre Kinderprodukte seien besonders ausgewogen und speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt. Ein beliebtes Mittel: künstliche Vitaminzusätze. So pumpt auch Stockmeyer seine Kinderwurst mit Vitaminen voll – das soll die "Knochen stärken", das "Zellwachstum" fördern und zu einem "reibungslosen Stoffwechsel" verhelfen. Damit sollen die Würstchen ein "täglicher Beitrag für die gesunde Ernährung" sein, wie es auf der Verpackung heißt. Doch die stolzen 2 Gramm Salz pro 100 Gramm lässt Stockmeyer in dieser Rechnung unter den Tisch fallen. Und das, obwohl Kinder bekanntermaßen ohnehin schon zu viel Salz aufnehmen. Eine schamlose Hanswursterei!
 
Lassen Sie sich das nicht gefallen und unterzeichnen Sie jetzt unsere Mitmachaktion!
http://www.abgespeist.de/ferdi_fuchs/mitmachen/
Klicken Sie sich rein!
Mit herzlichem Dank für Ihre Unterstützung,
Ihr foodwatch-Team
 
PS: "Ferdi Fuchs" ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist-Pate:
 
Quelle: foodwatch.de

abgespeist.de: Schluss mit Dioxin im Essen! Unterstützen Sie unsere Forderung nach verpflichtenden Dioxin-Tests

 

Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Schon wieder wurden wir von einem Dioxinskandal heimgesucht. Und das, nachdem erst im Mai letzten Jahres zu hohe Dioxinwerte in Bio-Eiern gemessen wurden. Allerdings hat das Ausmaß dieses Skandals das des letztjährigen noch bei weitem überstiegen. Tausende Agrarbetriebe in verschiedenen Bundesländern wurden zeitweise gesperrt. Größere Mengen des Giftstoffes sind nicht nur in Eiern, sondern auch in Fleisch gefunden worden. Viele Verbraucher fragten sich: Wie konnte so etwas in einem so reichen und angeblich so sicherheitsorientierten Land wie Deutschland passieren?
Die Antwort ist so einfach wie erschütternd: Das Dioxin ist über Fette in Futtermittel gelangt. Und zwar über Fette, die eigentlich nicht für den Verzehr bestimmt waren, sondern nur für die technische Weiterverarbeitung. Dem normalen Verbraucher scheint dies im ersten Moment unglaublich. Denn der macht seinen Salat daheim ja auch nicht mit Nähmaschinen- oder Fahrradkettenöl an. Anders in der industriellen Herstellung von Futtermitteln. Hier zählt in erster Linie der Preis – und technische Öle sind nun mal billiger als Verzehröle. So besteht der Verdacht, dass die Firma Harles und Jentzsch aus Schleswig Holstein auf technische Mischfettsäuren zurückgegriffen hat, die eigentlich für die Papierherstellung bestimmt waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Aber welche Gefahr geht von Dioxin aus und was genau ist das eigentlich? Dioxine und die dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (PCB) sind giftig und zum Teil krebserregend. Das besondere Problem: Sie reichern sich ein Leben lang im Körper an und werden kaum wieder abgebaut. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich. Besonders besorgniserregend: Die durchschnittliche Dioxinbelastung der Bevölkerung in Deutschland ist bereits am oberen Limit dessen, was die Weltgesundheitsorganisation als gerade noch akzeptabel einstuft. Das ist auch der Regierung bekannt.
Deshalb grenzt es an Volksverdummung, was neuerdings durch die Medien geistert: Da behauptet doch der Präsident vom Bundesamt für Risikobewertung (BfR) Prof. Dr. Andreas Hensel, dass „die Verbraucher sich keine Sorgen zu machen brauchen und bunt und lecker weiteressen könnten“, und: dass "selbst bei Menschen, die in größerem Umfang Ei oder Schweinefleisch mit einer Dioxinbelastung über dem Höchstgehalt verzehrt haben, eine gesundheitliche Beeinträchtigung auch langfristig nicht zu erwarten ist."
Solche Äußerungen sind angesichts der Langzeitgefahren, die bekanntermaßen von Dioxin ausgehen, ein Hohn gegenüber den um ihre Gesundheit besorgten Verbrauchern. Zumal auch das BfR betont, dass die Dioxinbelastung der Bevölkerung gesenkt werden muss. Da fragt man sich, warum die Landwirtschaftsministerin Frau Aigner überhaupt ganz eilig einen 14-Punkteplan mit Gegenmaßnahmen aufgestellt hat. Sollte es am Ende so sein, dass die „Ankündigungsministerin“ so viel Aktionismus an den Tag legt, um die entscheidende Maßnahme gegen die Futtermittelindustrie am Ende doch nicht durchsetzen zu müssen? Nämlich die gesetzliche Verpflichtung der Futtermittelbetriebe alle Chargen der einzelnen Zutaten auf Dioxin zu testen – und zwar bevor sie diese Zutaten ins Futter mischen!
Dass dies bisher nicht vorgeschrieben war, ist ein schwerwiegendes Versagen der Politik. Und dass Frau Aigner es widerwillig auf Druck von foodwatch in ihren Aktionsplan aufgenommen hat, ändert daran nichts. Denn solange das nicht vorgeschrieben ist, wird unsere Dioxinbelastung nicht sinken. Das Panschen und Verdünnen wird weitergehen. foodwatch fordert schon seit Jahren entsprechende verpflichtende Tests. Wäre das Fett auf Dioxine hin untersucht worden, bevor es zu Futter weiterverarbeitet wurde, hätte der aktuelle Skandal verhindert werden können.
foodwatch fordert:
  • Futtermittelhersteller müssen verpflichtet werden, JEDE Charge einer Futtermittelzutat auf Dioxine zu testen – und zwar bevor sie die Zutat in das Futter mischen. Es darf keine einzige Zutat in das Futter gelangen, die nicht die Grenzwerte einhält.
  • Bei Grenzwertüberschreitung müssen die betroffenen Chargen vernichtet werden.
  • Futtermittelhersteller müssen umfassend für Dioxinbelastungen haften und alle aus der Dioxinbelastung entstehenden Kosten tragen.
Helfen Sie uns dabei, diese Ziele zu erreichen, indem Sie Förderer/Förderin von foodwatch werden und setzen Sie gemeinsam mit uns die Politik unter Druck. Helfen Sie uns, dafür zu sorgen, dass die Politik endlich die geeigneten Maßnahmen ergreift, zukünftige Dioxinskandale zu verhindern. Wir geben regelmäßig Laboruntersuchungen in Auftrag, recherchieren, informieren Verbraucher und prozessieren, wenn es nötig ist. Natürlich ist das alles nicht umsonst zu haben. Deshalb: Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch!
Dioxine gehören nicht ins Essen! Der Gesetzgeber muss seiner Verantwortung gerecht werden und die Bürger vor dieser unnötigen Gesundheitsgefahr schützen  Dioxine reichern sich lebenslang im Körper an und werden nicht wieder abgebaut – mit zunehmendem Lebensalter steigt die Belastung und damit auch das Krebsrisiko. Frauen geben das Gift während der Schwangerschaft und über die Muttermilch schon an ihre Säuglinge weiter.
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Quelle: abgespeist.de