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foodwatch.de: Der Goldene Windbeutel wurde vergeben

 

foodwatch – Die Essensretter – hatte zum wiederholten Mal zur Wahl des Goldenen Windbeutels aufgefordert und knapp 120.000 Verbraucher haben abgestimmt. In diesem Jahr ging es um die dreisteste Werbemasche für ein Kinderprodukt mit dem Ziel, die Vermarktung zucker- und fetthaltiger Produkte direkt an Kinder einzudämmen, damit die Kids nicht zu „Markenbotschaftern“ werden. Denn bereits 15 Prozent unsererKinder sind übergewichtig.

Der Gewinner dieses Negativpreises ist Capri-Sonne von Wild/SiSi-Werke, 42,6 Prozent der Stimmen gingen an das Produkt.

Kritisiert wird unter anderem, dass besonders aggressives Marketing, das direkt an Kinder gerichtet ist, betrieben wird. Ebenso, dass die in der Vermarktung betriebene direkte Nähe zum Sport strategisch bedingt sei. Um davon abzulenken, dass das vermeintlich für Kinder gut geeignete Produkt nicht wirklich gesund ist, sondern mehr dem Konsum zuckerhaltiger Getränke dienen würde. Foodwatch erklärt, dass in einem 200 ml Beutel Capri Sonne Orange umgerechnet 6,5 Stücke Würfelzucker sind.

Vier weitere Produkte standen zur Wahl zum Goldenen Windbeutel. Die Entgegennahme des diesjährigen Preises wurde nach Angaben von foodwatch vom Hersteller abgelehnt.

 

 

 

Foodwatch: Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ 2013

 

Auch in diesem Jahr wieder wird von foodwatch der „Goldene Windbeutel“ vergeben als Negativpreis für dreiste Werbemaschen und Werbelügen. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf Kinderernährung, sprich auf fünf Produkten für Kinder in von footdwatch wie folgt benannten Kategorien:

Capri-Sonne  (Wild/SiSi-Werke) nominiert für „Schul-Marketing und Sport-Schwindel“,
Monster-Backe Knister (Ehrmann) nominiert für „die Vermarktung überzuckerter Produkte als Spielzeug“,
Pom-Bär (Funnyfrisch) nominiert für „ein Paradebeispiel scheinheiliger Werbebeschränkungen“,
Nestlé Kosmostars nomniert für „Zucker-Kleinrechen-Tricks“ und
Paula (Dr. Oetker) nomniert für „digitalen Kinderfang“

Abgestimmt wird von Verbrauchern im Internet,  bereits das fünfte Mal zwar hier: Goldener Windbeutel über die Dauer von heute an über einen Monat.

Die „Sieger“ der Vorjahre sind:

2009 Danone
2010 Zott
2011 Ferrero
2012 Hipp

Quelle: foodwatch

foodwatch.de: Hühnerqual durch Kennzeichnung beenden – unterstützen Sie foodwatch!

Für die meisten Menschen ist es mittlerweile selbstverständlich: Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und nicht einfach Essenslieferanten oder gar Sachen. Ganz im Gegenteil – wir wissen, dass Tiere Schmerzen empfinden, sich ihres Lebens freuen oder auch leiden. Immer mehr Wissenschaftler gestehen ihnen Gefühle zu und betrachten sie somit als Lebewesen, die uns Menschen in vielen Punkten sehr ähnlich sind.

Deshalb machen sich heutzutage viele Menschen über die Haltung von „Nutztieren“ Gedanken. Die Anzahl derjenigen, die aus ethischen Gründen Vegetarier werden, steigt kontinuierlich. Viele Verbraucher, die nicht auf den Genuss von Fleisch oder anderen tierischen Produkten verzichten wollen, achten darauf, dass sie von Tieren aus akzeptablen Haltungsbedingungen stammen. Lebensmittel aus tierquälerischer Haltung möchten heute die meisten Menschen nicht mehr zu sich nehmen.

Besonders traurigen Ruhm haben in diesem Zusammenhang die Bilder von Hühnern, die in engen Käfigen gehalten werden, erlangt. Auch wenn die klassische Form der Käfighaltung ab 2012 verboten ist und der so genannten „Kleingruppen-Haltung“ gewichen ist, handelt es sich immer noch um Käfighaltung. Denn das, was sich im ersten Moment wie das lustige Leben von Hühner-Kommunen anhört, stellt in Wahrheit kaum einen Unterschied zur herkömmlichen Käfighaltung dar. Statt knapp einem DIN-A-4-Blatt pro Tier haben sie nun eine Fläche von eineinhalb DIN-A-4-Blättern zur Verfügung.

Immer weniger Konsumenten greifen zu Eiern aus Käfig- oder aus „Kleingruppen-Käfig“-Haltung. Fast niemand, der irgendwann einmal – meist im Fernsehen, seltener in der Realität – damit konfrontiert wurde, kann sich noch vorstellen, solche Eier zu kaufen oder zu verzehren. In Meinungsumfragen sprachen sich in den vergangenen Jahren bis zu 90 Prozent der Verbraucher für ein schnelles Ende der Käfighaltung aus. Umso erstaunlicher, dass es sich immer noch bei jedem dritten verkauften Ei weder um ein Bio-Ei noch um ein Ei aus Freiland oder Bodenhaltung handelt, sondern um ein Käfig-Ei bzw. ein Kleingruppen-Käfig-Ei!

Wie ist das möglich? Ist das Bekenntnis zum Tierschutz für viele Menschen doch nur ein Lippenbekenntnis? Die Antwort ist so simpel wie erschreckend. Die meisten Käfigeier werden gar nicht bewusst gekauft, sondern landen ohne Wissen des Verbrauchers in den Einkaufskorb. Wie das geht? Ganz einfach: Sie kaufen Nudeln, Kuchen, Eis oder gehen in einem Restaurant essen. In all diesen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Käfig-Eier zu sich nehmen sehr groß. Denn Käfigeier in verarbeiteten Lebensmitteln oder Eier, die Sie im Restaurantessen zu sich nehmen, müssen im Unterschied zu frischen Eiern nicht gekennzeichnet werden! Und das, obwohl sich einer repräsentativen Umfrage zufolge 80 Prozent der Verbraucher genau das wünschen!

Wir von foodwatch kritisieren mit allem Nachdruck die Missachtung des Verbraucherwunsches nach Kennzeichnung von Eiern, auch in Fertigprodukten und Gaststätten. Wir fordern die Schließung dieser Kennzeichnungslücke. Wo Tierleid drin ist, muss auch Tierleid draufstehen. Gerade wenn es um Mitgeschöpfe geht, die sich nicht selbst wehren können, muss der Verbraucher die Möglichkeit haben, sich seinem Gewissen entsprechend zu entscheiden. Niemand darf gezwungen werden, unwissentlich vermeidbares Leid von Millionen von Tieren zu verursachen.

foodwatch fordert deshalb:

Käfigeier dürfen den Verbrauchern nicht untergejubelt werden. Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, Eier aus Käfighaltung abzulehnen. Daher gilt: Es muss eine klare Kennzeichnung für alle Lebensmittel geben – wo Käfigeier drin sind, muss es auch drauf stehen!

Unterstützen Sie uns in unserem Protest gegen die Zwangsernährung mit Produkten, die Käfigeier enthalten. Wir lassen uns von dem Begriff der „Kleingruppenhaltung“ nicht täuschen. Wir fordern die lückenlose Kennzeichnung von Käfigeierprodukten. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir möchten, dass die Politik das Thema wieder auf die Tagesordnung setzt und ein Verbot ungekennzeichneter Käfigeier vereinbart. Helfen Sie dabei mit und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch: In Kampagnen wie dieser steckt eine Menge Arbeit, Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei!

Liebe foodwatch-Interessierte, wir wissen: die Politik reagiert nur auf Druck. Mit unserer Kampagne können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie bitte Förderer/Förderin von foodwatch.

Deshalb bitten wir Sie, uns mit 5, 10, oder 20 Euro monatlich zu unterstützen. Gehen Sie direkt jetzt auf unsere Website und werden Sie Förderer/Förderin:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de

foodwatch.de: Bürger lehnen Spekulation mit Nahrungsmitteln ab – fordern Sie die Deutsche Bank jetzt zum Ausstieg auf!

Es ist ein deutliches Zeichen an Deutsche Bank und Co: 84 Prozent der Bürger lehnen die Spekulation mit Nahrungsmitteln ab, so das Ergebnis einer aktuellen Forsa-Umfrage. Nur 11 Prozent halten diese Geschäfte für legitim. Wenn auch Sie die Wetten mit Rohstoffen wie Weizen oder Mais unverantwortlich finden, schreiben Sie jetzt an die Deutsche Bank:

www.haende-weg-vom-acker-mann.de 

Institute wie die Deutsche Bank wetten an den internationalen Finanzmärkten mit hohen Summen auf die Preise für Agrar-Rohstoffe – und treiben damit die Lebensmittelpreise in die Höhe. Verlierer sind die Ärmsten der Armen, die so in den Hunger getrieben werden. Die im Auftrag von foodwatch durchgeführte repräsentative Studie zeigt: 66 Prozent der Befragten erwarten, dass Banken von sich aus aus diesem unmoralischen Geschäft aussteigen. Das fordern auch die mehr als 30.000 Menschen, die über unsere E-Mail-Aktion schon direkt an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann geschrieben haben. Machen auch Sie jetzt mit und zeigen Sie Josef Ackermann, was sie von einer Bank halten, die Geschäfte auf Kosten der Ärmsten in der Welt macht – je mehr unterzeichnen, desto eindringlicher unsere Botschaft:

www.haende-weg-vom-acker-mann.de 

Einen ersten (Teil-)Erfolg können wir bereits verzeichnen: Die Deutsche Bank hat mittlerweile gegenüber foodwatch erklärt, man wolle bis Ende Januar 2012 über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln entscheiden. Momentan prüfe eine internationale Arbeitsgruppe die Thesen des foodwatch-Reports „Die Hungermacher“. In dem am 18. Oktober veröffentlichten Report belegt foodwatch, dass die Spekulation mit Nahrungsmitteln die Preise in die Höhe treibt und Hunger verursacht. Bereits einen Tag nach der Veröffentlichung und 10.000 Protestmails später hatte Josef Ackermann in einem persönlichen Brief an foodwatch versichert, das Rohstoff-Geschäft komme auf den Prüfstand: „Kein Geschäft der Welt ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen.“ Nun hat sich die Deutsche Bank auch auf einen Zeitplan festgelegt.

Jetzt müssen wir die Zeit bis Januar nutzen und der Deutschen Bank zeigen, wie viele Menschen hinter der Forderung nach dem Ausstieg stehen. Schreiben Sie an Josef Ackermann – damit die Deutsche Bank im Januar zu der einzig richtigen Entscheidung kommt und aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigt. Egal, ob es Herrn Ackermann vor allem um den guten Ruf seines Instituts geht oder um die hungernden Menschen: Die Deutsche Bank muss alle Anlagen aus ihrem Portfolio streichen, bei denen Geld für Wetten auf Nahrungsmittelpreise eingesetzt wird!

www.haende-weg-vom-acker-mann.de 

Bitte machen Sie mit und leiten Sie die E-Mail an Freunde und Bekannte weiter – je mehr unterzeichnen, desto eindrucksvoller das Signal an die Deutsche Bank. Herr Ackermann ist nicht nur Chef einer der größten Investmentbanken der Welt, sondern als Präsident des Weltbankenverbandes IIF auch oberster Lobbyist der Finanzwirtschaft. Wenn die Deutsche Bank wirklich aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigt, wäre das auch für andere Banken und die Politik ein wichtiges Zeichen!

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

PS: Die Reaktion der Deutschen Bank zeigt: Gemeinsam können wir etwas verändern! Mit Recherchen, Studien und Kampagnen schafft foodwatch dafür die Basis. Diese Arbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte schließen Sie sich uns an und werden Sie Fördermitglied:

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abgespeist.de: Unilever = Profit vor Gesundheit

Der Lebensmittelriese Unilever setzt leichtfertig die Gesundheit von Verbrauchern aufs Spiel, um seinen Profit zu steigern.

Unilever weiß, dass viele Deutsche mit zu hohen Cholesterinwerten kämpfen, und nutzt dies eiskalt aus: Mit der Margarine Becel pro.activ verspricht der Konzern einen niedrigeren Cholesterinspiegel – unterschlägt jedoch drohende Nebenwirkungen. Aber Medikamente gehören nicht ins Kühlregal, sondern in die Apotheke. Klicken Sie jetzt und fordern Sie Unilever auf, den Verkauf im Supermarkt zu stoppen:

www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen 

„Senkt aktiv den Cholesterinspiegel“ steht verheißungsvoll auf der Verpackung der vermeintlichen Wunder-Margarine Becel pro.activ von Unilever. Margarine – ein Wundermittel für Ihre Herzgesundheit? Wohl kaum: Studien zeigen, dass die in Becel pro.activ enthaltenen Pflanzensterine das Risiko auf Herzkrankheiten vielleicht sogar erhöhen anstatt es zu senken – obwohl der Cholesterinspiegel offenbar tatsächlich sinkt. Derzeit weiß niemand, was die Spätfolgen einer Becel pro.activ-Therapie sind. Solange dem so ist, sollte sich niemand diese Pille aufs Brot schmieren. Das gilt erst recht für Personen ohne Cholesterinproblem: Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt diese ausdrücklich vor dem Verzehr. Kurz gesagt: Es gibt keinen Grund, weshalb Becel pro.activ einfach so im Kühlregal neben Rama, Lätta & Co. liegen sollte. Fordern Sie Unilever deshalb jetzt auf, den freien Verkauf im Supermarkt zu stoppen und eine Zulassung als Arzneimittel zu beantragen. Inklusive entsprechender Forschung, was Risiken und Nebenwirkungen angeht!

www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen 

„Wer Nahrungsmittel entwickelt und herstellt, hat eine große Verantwortung“, schreibt Unilever auf seiner Website. Becel pro.activ zeigt einmal mehr, dass diese großen Worte reine Lippenbekenntnisse sind. Seit Jahren bereits weisen verschiedene Studien auf mögliche Nebenwirkungen der enthaltenen Pflanzensterine hin: Vielleicht verursachen sie auf ähnlichem Wege das, was sie eigentlich verhindern sollen – Ablagerungen in Herzklappen und damit ein erhöhtes Risiko auf koronare Herzerkrankungen.

Doch Unilever scheint das nicht zu interessieren – schließlich hält der Konzern nach wie vor an dem umstrittenen Produkt fest und verkauft es für Jedermann zugänglich im Supermarkt. Je stärker die Kritik jedoch wird, desto schwieriger ist es für den Lebensmittelriesen, diese Einwände zu ignorieren. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere Unterschriften-Aktion. Fordern Sie Unilever dazu auf, den freien Verkauf von Becel pro.activ im Supermarkt zu stoppen und eine Zulassung als Arzneimittel zu beantragen. Produkte mit hochkonzentriert zugesetzten Wirkstoffen und möglichen Risiken und Nebenwirkungen haben im Kühlregal nichts verloren. Beschweren Sie sich jetzt direkt bei Unilever und leiten Sie anschließend diese E-Mail an Freunde und Bekannte weiter!

 www.abgespeist.de/becel_proactiv/mitmachen 

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

PS: Becel von Unilever ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist.de-Pate:

www.foodwatch.de/abgespeist-patenschaft

foodwatch: Ihre Stimme für das Smiley-System – jetzt mitmachen!

Es muss frustrierend sein für die rund 2.500 amtlichen Lebensmittelkontrolleure in Deutschland: Tag für Tag schwärmen sie aus, kontrollieren Restaurants, Imbissbuden oder andere Lebensmittelbetriebe, verhängen Bußgelder, loben und ermahnen. Doch gegen die Zustände in Schmuddelrestaurants können sie wenig ausrichten.

Dieses Bild bestätigt erneut das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL): Heute wurden die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen aus dem Jahr 2010 vorgestellt – und die Bilanz fällt sogar noch schlechter aus als in den vergangenen Jahren. 26 Prozent aller kontrollierten Betriebe wurde beanstandet. Doch welcher Betrieb betroffen ist, erfahren Verbraucher nach wie vor nicht, die Ergebnisse werden lediglich anonym veröffentlicht. Selbst bei Gammelfleisch-Skandalen werden Hersteller und Verkaufsstellen verschwiegen. So lange das so bleibt, wird sich an den Beanstandungsquoten auch nichts ändern.

foodwatch fordert: Die Ergebnisse der amtlichen Hygienekontrollen müssen veröffentlicht werden. Direkt vor Ort mit dem Smiley-System nach dänischem Vorbild. Damit Verbraucher erkennen, welche Betriebe sauber arbeiten – und welche nicht. Schluss mit Schmuddelrestaurants! Fordern Sie jetzt das Smiley-System für Deutschland:

www.foodwatch.de/smiley-aktion 

Die Verbraucherminister der 16 Bundesländer hatten sich schon im Mai dieses Jahres darauf geeinigt, die Kontrollergebnisse ab 2012 öffentlich zu machen (mit einer Hygiene-Ampel statt mit Smiley-Symbolen). Doch wegen des Streits mit den Kollegen aus den Wirtschaftsressorts liegen die Pläne vorerst auf Eis. Als einziges Bundesland stellt Berlin seit dem Sommer einige Ergebnisse der amtlichen Kontrollen ins Internet. Der Berliner Bezirk Pankow geht seit heute noch einen Schritt weiter: Ab November sollen alle Ergebnisse der Hygiene-Kontrollen detailliert mit dem Smiley-System im Internet veröffentlicht werden.

Es ist ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Aber nicht nur Pankow, sondern ganz Deutschland soll ein Land des Lächelns werden. Und vor allem dürfen die Hygiene-Ergebnisse nicht nur im Internet abrufbar sein, sondern müssen in allen Restaurants und Lebensmittelbetrieben gut sichtbar aushängen. Mehr als 30.000 Mitmacher unterstützen diese Forderung bereits. Schreiben auch Sie direkt an die zuständigen Politiker und die wichtigsten Verbände und fordern Sie jetzt das Smiley-System:

www.foodwatch.de/smiley-aktion 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Ihr foodwatch-Team

PS: Je mehr Menschen hinter foodwatch stehen, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de

foodwatch: Käse hoch 3 – Verbraucher zwingen Konzern endgültig zur Einsicht

Sie haben sich erfolgreich beschwert! Käse-Multi Bongrain will bei seinem Saint Albray Klosterkäse künftig nicht nur auf die Werbung „mit essbarer Rinde“ verzichten, sondern sogar, wie von foodwatch gefordert, vom Verzehr der Natamycin-haltigen Rinde abraten. Mehr als 14.000 Protestmails haben den Konzern damit zu einer Kehrtwende um 180 Grad gezwungen: Bislang wirbt der Hersteller in großen Lettern mit der „essbaren Rinde“, als sei diese ein besonderes Qualitätsmerkmal. Und das, obwohl diese zu Konservierungszwecken mit dem Anti-Pilzmittel Natamycin behandelt wird, das nach Einschätzung staatlicher Wissenschaftler nicht verzehrt werden sollte. Sonst könnten sich Resistenzen bilden und die antibiotisch wirkende Substanz ihre medizinische Wirkung gegen Pilzinfektionen verlieren. Bongrain wollte darin zunächst kein Problem sehen.

Es war eine Käse-Soap in drei Akten. Auf die erste foodwatch-Anfrage hatte Bongrain nur einsilbig geantwortet, alles sei legal gekennzeichnet. Dann starteten wir, vergangene Woche Mittwoch, unsere E-Mail-Aktion – einen Tag und schon 7.000 Protest-Nachrichten später erklärte Bongrain plötzlich, immerhin auf den Werbehinweis „essbare Rinde“ verzichten zu wollen. Nun, nur eine Woche danach, knickte Bongrain nach mittlerweile mehr als 14.000 Beschwerde-Mails vollständig ein und versprach, die Forderung von foodwatch zu erfüllen: Auf dem Etikett werde künftig „darauf hingewiesen, dass die Rinde nicht mit verzehrt werden sollte“, erklärte der Konzern. Und sagt damit das glatte Gegenteil dessen, was er bis gerade eben noch in seiner Werbung ausgelobt hatte.

Wieder einmal zeigt sich: Wir können uns erfolgreich gegen die Tricks der Lebensmittelkonzerne wehren – wenn wir gemeinsam handeln! Nicht alles, was legal ist, muss legitim sein – und was korrekt gekennzeichnet ist, können Verbraucher trotzdem als Irreführung empfinden. Diese Einsicht muss sich in der Lebensmittelindustrie endlich durchsetzen!

PS: Der Fall Saint Albray Klosterkäse zeigt es eindrucksvoll: Wenn sich Verbraucher zusammenschließen, können sie auch große Konzerne zu Veränderungen zwingen. Genau dafür setzt sich foodwatch ein. Nur mit Ihrer Hilfe sind unsere Recherchen und Kampagnen möglich. Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

 

Quelle: foodwatch.de

 

 

 

 

Blitzreaktion – Wie Saint Albray auf Verbraucherprotest reagiert

Verbraucherprotest wirkt! Binnen eines einzigen Tages hatten sich bereits rund 7.000 Verbraucher über den Einsatz des Anti-Pilzmittels Natamycin im „Saint Albray Klosterkäse“ beschwert – und in Windeseile reagierte der Hersteller. Am Mittwoch veröffentlichten wir unsere Kritik, am Donnerstag kündigte Bongrain nun an, die natamycin-haltige Käserinde in Zukunft nicht mehr als „essbar“ bewerben zu wollen. Diese Reaktion zeigt: Wenn sich viele tausend Verbraucher zusammenschließen, kann die Lebensmittelindustrie das nicht einfach ignorieren. Immerhin. Doch die Forderung der bisherigen Unterzeichner wird damit noch nicht erfüllt, schließlich will Bongrain auf das umstrittene Anti-Pilzmittel offenbar weder verzichten noch seine Kunden ausdrücklich vor dem Verzehr der Rinde warnen. Unsere E-Mail-Aktion wird daher fortgesetzt.

Falls Sie noch nicht teilgenommen haben – beschweren Sie sich jetzt direkt bei Bongrain und fordern Sie, dass es das Unternehmen nicht nur bei Verpackungskosmetik belässt:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen

Mit Natamycin, eigentlich ein Medikament zur Behandlung von Pilzinfektionen, lässt sich in der industriellen Käseproduktion Personal sparen, das den Käse während der Reifung pflegt und vor Schimmel bewahrt. Das drückt die Herstellungskosten, bringt aber Risiken für die Verbraucher mit sich: Die regelmäßige Aufnahme kleiner Mengen der antibiotisch wirkenden Substanz kann dazu führen, dass Natamycin als Medikament seine Wirkung verliert. Deswegen empfehlen das Bundesinstitut für Risikobewertung und das ebenfalls staatliche Max Rubner-Institut, das Anti-Pilzmittel keinesfalls zu verzehren. Der Einsatz zum Beispiel in Wein ist bereits verboten, bei mit Natamycin behandeltem Käse lautet die Empfehlung der Behörden: Die Rinde vor Verzehr unbedingt großzügig abschneiden.

Das schien Bongrain bis Mittwoch nicht im Geringsten zu interessieren. Schließlich prangt auf der Vorderseite der Verpackung des „Klosterkäses“ der große Hinweis „mit essbarer Rinde“, obwohl diese das umstrittene Anti-Pilzmittel enthält. Nach rund 7.000 Verbraucherbeschwerden via abgespeist.de reagierte der Käse-Großkonzern und verkündete nun, künftig auf den Werbehinweis „essbare Rinde“ verzichten zu wollen. Doch noch immer werden Kunden einem unnötigen Risiko ausgesetzt, denn Bongrain möchte die Substanz offenbar auch weiterhin in der Käseproduktion einsetzen, und von einem Warnhinweis auf der Verpackung ist keine Rede. Bitte unterzeichnen Sie daher jetzt unsere E-Mail-Aktion, falls Sie noch nicht teilgenommen haben:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen

Falls Sie die Aktion bereits unterzeichnet haben: Bitte leiten Sie diese Nachricht an Freunde und Verwandte weiter. Gemeinsam wollen wir Bongrain dazu bewegen, seiner Verantwortung als Lebensmittelhersteller gerecht zu werden.

Jede Stimme zählt!

Klicken Sie sich rein,

Ihr foodwatch-Team

PS: Das aktuelle Beispiel zeigt: Wenn sich genügend Verbraucher zusammenschließen, kann das die Lebensmittelindustrie nicht ignorieren. Werden Sie daher jetzt Fördermitglied von foodwatch und unterstützen Sie unsere Kampagnenarbeit:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de

Listerientote: foodwatch erstattet Anzeige – bitte helfen Sie uns!

Vor eineinhalb Jahren starben in Österreich und Deutschland 8 Menschen, weil sie ein verdorbenes Lebensmittel verzehrt hatten! Es handelte sich um den allseits bekannten Harzer Käse, der mit Listerienbakterien verseucht war.

Dies ist bestürzend. Denn auch wenn das tödliche EHEC-Bakterium im Frühjahr dieses Jahres Dutzende Menschenleben gekostet hat und das Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit der Lebensmittel erschüttert hat: Eigentlich rechnet heutzutage niemand damit, an bakterienverseuchten Lebensmitteln sterben zu müssen. Zumal in einem Land, das sich rühmt, allerhöchste Sicherheitsstandards zu erfüllen. Aber stimmt das auch? Wurde wirklich alles getan, um die Listerientoten zu verhindern? Und wurden die Verbraucher rechtzeitig und nachdrücklich gewarnt?

Wir beantworten diese Fragen mit einem ganz eindeutigen: NEIN! Denn der Vertreiber des unter dem Markennamen „Reinhardshof“ bekannten Käses in Deutschland, die Supermarktkette Lidl, empfahl zunächst „aus Gründen des vorsorgenden Gesundheitsschutzes“ den Käse nicht zu essen. Erst vier Wochen NACHDEM feststand, dass durch den Verzehr des Harzer Käses Menschen gestorben waren, warnte Lidl die Öffentlichkeit deutlich.

Das allein ist schon unglaublich. Der eigentliche Skandal ist aber, dass es behördlicherseits keine eigene Meldung gab, um die Verbraucher vor dem Verzehr des Käses zu warnen! Und das, obwohl Fachleute wissen, dass sich Listerien in Sauermilchkäse explosionsartig vermehren. Die Sterblichkeitsrate ist bekanntermaßen hoch: Jede zehnte Listerieninfektion verläuft tödlich. Es zählt also jeder Tag.

Warum haben die Behörden dann nicht gewarnt? Vielleicht hätten mit einer rechtzeitigen und unmissverständlichen Warnung Todesfälle verhindert werden können. Deshalb haben wir im Mai 2010 gegen die zuständigen Behörden Strafanzeige wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung oder Körperverletzung mit Todesfolge gestellt.

Nun haben wir erfahren, dass die Staatsanwaltschaft in Heilbronn das Verfahren gegen die Beamten eingestellt hat. Und warum? Weil die Behörde völlig im Einklang mit Recht und Gesetz gehandelt habe! Laut Lebensmittelrecht ist sie nämlich „nur subsidiär für eine ausreichende Verbraucherinformation zuständig“. Soll heißen: In erster Verantwortung stehen der Hersteller oder der Handel. Und da Lidl bereits über den Vorfall informiert hatte, mussten die Beamten nicht mehr aktiv werden. Absurd: Es sind also diejenigen für die Information der Verbraucher zuständig, die aus ökonomischer Sicht eher weniger Interesse daran haben, die Verbraucher zu informieren. Dieser Interessenkonflikt lässt sich im Übrigen überdeutlich an der mehr als seicht formulierten Empfehlung (!) erkennen, den Käse „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ nicht zu essen.

Wir fragen: Was ist das für ein Gesetz – welches diejenigen in die Pflicht nimmt zu informieren, deren ureigenes Interesse es AUCH ist, nicht zu informieren? Wieso sind die Behörden nicht genauso in der Pflicht, den Verbraucher durch Informationen zu schützen? Es ist doch eine Binsenweisheit, dass wirklich verlässliche Informationen nur dann zu erhalten sind, wenn keine Eigeninteressen im Spiel sind.

Wir sagen: Hier handelt es sich um eine gravierende und folgenreiche Schwachstelle des deutschen Lebensmittelrechts!

Deshalb fordert foodwatch: Das Gesetz muss geändert werden. Die zuständigen Behörden müssen dazu verpflichtet werden, bei Gefahr von sich aus sofort und unmissverständlich die Öffentlichkeit umfassend zu informieren.

Liebe foodwatch-Interessierte, obwohl das Verfahren gegen die Verantwortlichen im Ministerium eingestellt wurde, geben wir nicht auf. Die Begründung der Staatsanwaltschaft hat uns nicht überzeugt, sondern ganz im Gegenteil verdeutlicht, dass dieses Gesetz nicht so bleiben darf wie es ist, weil es nicht die Verbraucher schützt, sondern uns der Willkür der Unternehmen ausliefert. Deshalb bitten wir Sie: Helfen Sie uns und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Wir möchten eine Gesetzesänderung erreichen. Doch das ist nicht umsonst zu haben: Eine derartige Kampagne ist aufwendig: Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Deshalb bitten wir Sie, uns mit 5, 10, oder 20 Euro monatlich zu unterstützen. Gehen Sie direkt jetzt auf unsere Website und werden Sie Förderer/Förderin:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de

foodwatch: Nach Fukushima – fordern Sie strenge Strahlen-Grenzwerte!

Kann ich noch Grünen Tee trinken? Wie erkenne ich, ob Reis aus Japan kommt? Seit dem Reaktor-Unfall in Fukushima erreichen uns immer wieder Anfragen von Menschen, die Angst vor strahlenbelasteten Lebensmitteln haben. Ohne Zweifel werden die Japaner langfristig großen Belastungen durch kontaminierte Lebensmittel ausgesetzt sein. In Europa gibt es nach wie vor keine Hinweise darauf, dass hoch belastete Produkte aus Japan im Handel sind. Umso mehr fragen wir uns, welche Ziele die Europäische Union mit ihren Grenzwerten verfolgt: Diese sind ohne Not so hoch angesetzt, dass sie die Einfuhr und den Verzehr radioaktiv belasteter Nahrungsmittel erlauben. Und das, obwohl genügend unbelastete Lebensmittel verfügbar sind – niemand ist auf radioaktiv belastete Nahrung angewiesen.

Selbst in den von Tschernobyl betroffenen Staaten Weißrussland und Ukraine gelten strengere Höchstgrenzen als in der EU – mit der Folge, dass Lebensmittel, die dort wegen ihrer Strahlenbelastung nicht mehr gehandelt werden dürfen, legal in der EU verkauft werden können.

Fordern Sie jetzt strengere Grenzwerte, um dieser absurden Situation ein Ende zu machen:

www.foodwatch.de/aktion-strahlenschutz

Ein Report, den foodwatch und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) heute in Berlin vorgestellt haben, kommt zu dem Schluss: Mit ihren aktuellen Grenzwerten akzeptiert die EU theoretisch allein für Deutschland eine Zahl von mindestens 150.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr – angenommen, die Bevölkerung würde sich ausschließlich von Produkten ernähren, die in Höhe der Grenzwerte belastet sind. Würden diese Grenzwerte lediglich zu fünf Prozent ausgeschöpft, bedeutete dies immer noch mindestens 7.700 zusätzliche Todesfälle durch Krebs infolge der Strahlenbelastung von Lebensmitteln.

Solche theoretischen Überlegungen muss die Politik anstellen, wenn sie Grenzwerte erlässt. Wer nun einwendet, dass die Grenzwerte in der Realität ja gar nicht ausgeschöpft werden: Dann gibt es erst recht keinen Grund, die gesetzlichen Limits nicht strenger festzusetzen. Denn jede auch noch so geringe Strahlenbelastung bedeutet ein gesundheitliches Risiko, weil sie ausreicht, um schwere Erkrankungen wie Krebs auszulösen. Es gibt deshalb keine „sicheren“ Grenzwerte.

Für andere Strahlenquellen – zum Beispiel den Betrieb von Atomkraftwerken – erlaubt die deutsche Strahlenschutzverordnung nur eine viel geringere Belastung, als sie die EU-Grenzwerte für Nahrungsmittel zulassen. Die hohen Grenzwerte widersprechen zudem EU-Recht, das einen vorsorgenden Gesundheitsschutz vorschreibt. foodwatch und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) fordern deshalb:

Die Grenzwerte für die Belastung von Nahrungsmitteln mit Cäsium müssen drastisch reduziert werden – und zwar von derzeit bis zu 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm auf maximal 16.

Für die Belastung von Nahrungsmitteln mit radioaktivem Jod-131, das eine sehr kurze Halbwertszeit hat, muss die Null-Toleranz gelten.

Im Normal- wie im Katastrophenfall muss ein einheitliches Grenzwertregime gelten. Bislang kann die Europäische Kommission nach einem atomaren Unglück – wie bei Fukushima zunächst geschehen – die Grenzwerte für Nahrungsmittel lockern, und zwar im Alleingang und ohne jede parlamentarische Kontrolle. Das muss beendet werden!

Unterzeichnen Sie jetzt die Protestaktion an die Bundesregierung und die zuständigen EU-Kommissare und unterstützen Sie unsere Forderungen:

www.foodwatch.de/aktion-strahlenschutz

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir etwas verändern – machen Sie mit und empfehlen Sie die Aktion weiter!

Ihr foodwatch-Team

PS: Gutachten und Analysen von Wissenschaftlern und Anwälten können wir nur einholen, weil mehr als 20.000 Menschen unsere Arbeit als Mitglieder finanzieren. Und je mehr wir sind, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Bitte unterstützen auch Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de