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Interessenten-Info: Schluss mit dem Frische-Betrug bei Fleisch: Helfen Sie uns, dass die Sauerstoff-Behandlung von Fleisch verboten wird!

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Würden Sie fleckige Bananen kaufen, verfaulten Salat oder sich verschrumpelte Äpfel in den Einkaufskorb packen?

Wahrscheinlich nicht! Und wie wäre das bei Fleisch, wenn es nicht mehr rosig aussähe, sondern grau? Auch das würden Sie liegen lassen – mit Recht! Frischwaren beurteilen wir vernünftigerweise nach dem Äußeren. Wir greifen zu, wenn Obst und Gemüse frisch oder das Fleisch rosig aussehen. Das macht sich nun die Fleischindustrie auf perfide Art zu Nutze. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Fleisch noch nach Tagen schlachtfrisch rosig aussieht und nicht grau wird!

Der Handel bedient sich dazu eines simplen Tricks: Er verpackt das Fleisch in einem Gasgemisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff, das die rosa Farbe des Fleisches erhält. Das Ganze nennt sich dann auch noch Schutzatmosphäre-Verpackung. Wer wird da eigentlich geschützt, fragt man sich allerdings? Doch wohl eher die Gewinne der Handelsketten als die Interessen der Verbraucher! Der Grund für die Anwendung diese Verfahrens ist so unanständig wie eindeutig: Fleisch, das normalerweise wegen seiner grauen Farbe vom Konsumenten nicht mehr gekauft würde, legt dieser – in gutem Glauben, ein frisches, weil rosiges Stück vor sich zu haben – in seinen Einkaufswagen. Wäre es grau, würde er es liegen lassen. So aber kann der Handel auch älteres Fleisch als frisch verkaufen. Das ist Verbrauchertäuschung der übelsten Art!

Aber damit leider nicht genug: Nicht nur, dass das Fleisch frischer aussieht als es ist – nein – auch die Qualität leidet. Der Sauerstoff lässt das Fleisch von innen her schneller altern, es wird zäh und ranzig. Dies hat das staatliche Max-Rubner-Institut festgestellt. Und selbst Gesundheitsgefahren sind nicht völlig ausgeschlossen, weil sich im hochkonzentrierten Sauerstoff vermehrt Cholesteroloxide bilden, die im Zusammenhang mit Krankheiten wie Arteriosklerose und Krebs stehen. Im Klartext heißt das: Die gesundheitlichen Folgen der vermehrten Aufnahme von Cholesteroloxiden sind ungeklärt. Niemand weiß genau, was diese im menschlichen Körper anrichten.

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Wieso sollen wir Verbraucher uns von der Fleischindustrie bewusst hinters Licht führen lassen und zusätzlich sowohl verminderte Fleischqualität als auch gesundheitliche Risiken in Kauf nehmen? Um die Gewinne der Fleischindustrie zu sichern? Nein! Das kann nicht das sein, was wir wollen. Wir fordern: Schluss mit dieser Täuschung! Wir wollen nicht durch künstliche Frische und rosige Farbe getäuscht werden, wir wollen erkennen können, ob Fleisch wirklich frisch und deshalb rosig ist.

Diese Forderung erscheint so selbstverständlich, dass man auch die Unterstützung von der Politik erwarten sollte. Leider weit gefehlt! Die Verbraucherministerin Ilse Aigner hält sich mal wieder bedeckt. Ihr Vorschlag, für den Herbst einen „Runden Tisch“ zu organisieren, lässt nichts Gutes ahnen. Es sieht alles danach aus, als sollten die Fakten wieder auf sattsam bekannte Art zerredet werden. Dabei macht das europäische Recht in diesem Fall keine Vorgaben. Frau Aigner hätte also die Möglichkeit, diese Art der Verpackung zu verbieten! Denn Alternativen gibt es, zum Beispiel die vom Max-Rubner-Institut vorgeschlagene Vakuumverpackung oder auch die Verwendung einer Stickstoff-Kohlendioxid-Atmosphäre.

Wir fordern deshalb, die Behandlung von Fleisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff per Gesetz sofort zu verbieten!

Liebe foodwatch-Interessenten, 154 Laboruntersuchungen von verpacktem Frischfleisch hat foodwatch bereits analysieren lassen. Nun haben wir uns entschlossen, mit weiteren Proben, Analysen und Untersuchungen Frau Aigner noch stärker unter Druck zu setzen und unserer Forderung auf diese Weise noch mehr Gewicht zu verleihen. Dafür müssen wir ein Labor beauftragen, die Analysen durchzuführen, und diese durch externe Sachverständige wissenschaftlich absichern lassen. Natürlich sind Labortests und Recherchen nicht umsonst zu haben, sondern sie kosten Geld.

Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch.

Quelle: foodwatch.de

 

 

 

 

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