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foodwatch: Der Smiley – Gegen Gammel-Restaurants und für mehr Lächeln im Land!

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"The same procedure as every year" oder "täglich grüßt das Murmeltier". Es ist kaum zu glauben, aber wahr, jedes Jahr veröffentlichen im Herbst die amtlichen Lebensmittelkontrolleure ihre Ergebnisse und Jahr für Jahr sind die Ergebnisse gleich schlecht. In der vergangenen Woche wurde die Bilanz des Jahres 2009 herausgegeben und sie ist noch verheerender als sonst ausgefallen. Jeder vierte Betrieb wies Mängel auf und der Anteil der beanstandeten Hygienekontrollen ist im Vergleich zum Vorjahr sogar von 52 auf 54 Prozent gestiegen. Leider erfährt der Verbraucher nicht, welche Betriebe betroffen sind. Die Ergebnisse werden lediglich in immer gleichen anonymen Statistiken veröffentlicht, ohne dass sich etwas ändert! Dies kommt einer Verspottung der Verbraucher gleich! Zumal es eine einfache Lösung für dieses Problem gäbe:
 
Eine überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Bundesbürger wünscht sich, dass in Deutschland das Smiley-System nach dänischem Vorbild eingeführt wird. Das hat eine im Frühjahr 2010 durchgeführte Umfrage ergeben.
 
In Dänemark hängen seit Jahren in Restaurants, Kantinen, Schulen, Altenheimen und Lebensmittelgeschäften die Ergebnisse der durch die Veterinär- und Lebensmittelbehörde erfolgten Kontrollen zu Lebensmittelsicherheit und Hygiene aus. Die Verantwortlichen müssen dokumentieren, wie sie bei der letzten Lebensmittelkontrolle abgeschnitten haben. Der Bericht muss an einer gut sichtbaren Stelle aushängen. Das Beste ist: Ein Smiley-Symbol – von lachend bis grimmig – informiert jeden Besucher auf den ersten Blick über die erfolgte Bewertung. Zusätzlich werden alle Kontrollergebnisse im Internet veröffentlicht. Auf diese Weise kann das Untersuchungsergebnis sowohl beim spontanen als auch beim vorher am Computer geplanten Restaurantbesuch berücksichtigt werden.
 
Nachdem foodwatch seit Jahren für den Smiley kämpft, hat nun die Berliner Senatsverwaltung mitgeteilt, das System ab dem 1. Juli 2011 in der Hauptstadt einzuführen. Wenn die Ankündigung wahr gemacht wird und das System tatsächlich kommt, wäre das ein Riesenerfolg für foodwatch und die Verbraucher! Dass der Smiley bitter nötig ist, zeigen nicht nur die erschreckenden Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen, sondern auch ein Pilot-Projekt, das 2009 in Berlin-Pankow durchgeführt wurde. Es stellte sich heraus, dass von 2.500 kontrollierten Restaurants 850 gravierende Mängel aufwiesen! Als "gravierende Mängel" galten zum Beispiel stark verdreckte Küchengeräte, zu warm gelagertes Fleisch, verschimmelte Lebensmittel oder stehendes Abwasser auf dem Fußboden. Selbst Kakerlaken, verschimmelte Zapfanlagen oder unverpackte Lebensmittel, die auf dem verschmutzten Boden herumliegen, werden von deutschen Lebensmittelkontrolleuren immer mal wieder entdeckt. Sogar Rattenplagen kommen in Restaurantküchen vor!
 
Aber auch wenn der Smiley nach dänischem Vorbild in Berlin eingeführt wird, ist das nur ein Teilerfolg. Denn jetzt muss dafür gesorgt werden, dass das System nicht nur in der Hauptstadt, sondern im gesamten Bundesgebiet kommt. Und zwar eins zu eins nach dänischem Vorbild und nicht etwa in einer verwässerten Light-Version! Bei so einem faulen Kompromiss könnten sich die Betriebe beispielsweise freiwillig entscheiden, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Das verhindert aber eine Orientierung, denn dann besteht die Gefahr, dass sich nur wenige Restaurants beteiligen und der Verbraucher keine wirkliche Auswahl hat. Sinnvoll kann das System also nur sein, wenn es für alle Betriebe verpflichtend ist!
 
Helfen Sie uns dabei, den Druck auf die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Länderminister aufrecht zu erhalten, damit sie nicht vor unwilligen Ministerialbürokraten oder der Restaurant-Lobby einknicken. Denn diese macht gegen das Smiley-System Stimmung: Ein Funktionär des Hotel und Gaststättenverbandes (Dehoga) bezeichnete den Smiley als überflüssig und verstieg sich dafür zu einer an Verbraucherverhöhnung grenzenden "Begründung": "Wenn die Küche stinkt, dann brauche ich kein Smiley, dann komme ich nicht wieder". Offensichtlich ist dem Herrn entgangen, dass das Smiley-System eine differenziertere Bewertung erlaubt, und dass diese von den Verbrauchern auch gewünscht wird.
 
Damit in Zukunft nicht nur die Berliner, sondern alle Bundesbürger die Chance haben, um unhygienische Restaurants einen Bogen zu machen, bitten wir Sie darum, unsere Forderung nach Einführung des Smiley-Systems in allen Bundesländern zu unterstützen.
Helfen Sie uns dabei, indem Sie Förderer/Förderin von foodwatch werden und setzen Sie gemeinsam mit uns die Politik unter Druck. Helfen Sie uns, dem Einfluss der Lebensmittel- und Gaststättenlobby die Macht der Verbraucher entgegen zu setzen! Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch. Denn wir von foodwatch werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, damit das eindeutige Votum der Bevölkerung politisch umgesetzt wird. Natürlich ist dies nicht umsonst zu haben. Wir produzieren regelmäßig Informationsmaterial, aktualisieren ständig unseren Internetauftritt, organisieren Protestaktionen. Wir recherchieren, führen Gespräche mit unterschiedlichen Interessenvertretern und geben juristische Gutachten in Auftrag.
 
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Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr 

Thilo Bode
Geschäftsführer

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Impressum 

 

Herausgeber
foodwatch e.V. 
Gabriele Richter
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10119 Berlin 
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E-Mail: info@abgespeist.de
Info-Hotline: 030 – 28 09 39 95

foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 Nz, AG Charlottenburg, Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

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