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foodwatch: Sicher essen? Berlin führt Smiley-System light ein

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Mehr Transparenz über die Ergebnisse amtlicher Lebensmittelkontrollen und über die hygienischen Zustände in den Betrieben – das versprechen die Verbraucherschutzminister aller Bundesländer seit langem. Nun hat Berlin einen ersten Schritt getan: Seit dieser Woche werden einige Kontrollergebnisse aus der Gastronomie im Internet veröffentlicht. Auf www.berlin.de/sicher-essen sollen Verbraucher über die amtlichen Bewertungen informiert werden. Noch ist die Seite jedoch im Aufbau, zurzeit finden sich Kontrollergebnisse nur für 14 Betriebe.

foodwatch fordert weiterhin, alle Kontrollergebnisse zu veröffentlichen – und zwar nicht nur in Berlin, sondern in ganz Deutschland. Mit der Geheimniskrämerei muss endlich Schluss sein. Unterzeichnen Sie daher jetzt unsere Protestaktion:

www.foodwatch.de/smiley-aktion

Die Hauptstadt geht zwar im Vergleich zu den anderen Bundesländern voran – bleibt allerdings meilenweit hinter den eigenen Ankündigungen zurück. Ursprünglich hatte die Berliner Verbrauchersenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) ohne Wenn und Aber angekündigt, dass von Juli 2011 an das dänische Smiley-System 1:1 eingeführt werde. Und das hätte bedeutet: Die Ergebnisse aller Betriebskontrollen, nicht nur aus der Gastronomie, werden unverzüglich veröffentlicht – und zwar nicht nur im Internet, sondern auch direkt im Betrieb. Dann könnten Verbraucher schon an der Eingangstür erkennen, ob ein Supermarkt oder eine Bäckerei die Hygienevorgaben eingehalten haben.

Hier hat die Senatorin nicht Wort gehalten. Was Berlin nun eingeführt hat, ist bestenfalls ein „Smiley-System light“. Nicht nur fehlt die Veröffentlichung direkt in den Betrieben, auch werden diese zunächst um Stellungnahme gefragt und können versuchen, per Einspruch eine Veröffentlichung im Internet zu verhindern. Die Besucher der Seite können also nicht erkennen, ob besonders schlechte Kontrollergebnisse verheimlicht wurden – und welche Betriebe das betrifft.

In den anderen Bundesländern zeichnet sich trotz aller Versprechen derzeit noch nicht einmal ein solches Smiley-light-System ab. Zwar hatten sich die Verbraucherminister der Länder auf eine Veröffentlichung der Kontrollergebnisse verständigt. Statt des Smiley-Systems sollten diese mithilfe eines Farbbalkens, der so genannten Hygiene-Ampel dargestellt werden. Widerstand kam jedoch von den Länder-Wirtschaftsministern: Diese lehnten die Hygiene-Ampel auf ihrer Konferenz ab – offenbar wollen sie lieber eine kleine Minderheit von Schmuddelbetrieben schützen als die Verbraucher.

Das Chaos in den Ländern, die halbe Kehrtwende in Berlin, das alles zeigt: Mehr Transparenz über Lebensmittelkontrollen wird es nur auf Druck der Öffentlichkeit geben. Bitte unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion für die Einführung des Smiley-Systems nach dänischem Vorbild:

www.foodwatch.de/smiley-aktion

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Quelle: foodwatch.de

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