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foodwatch: Schluss mit Dioxin im Essen! Unterstützen Sie unsere Forderung nach verpflichtenden Dioxin-Tests!

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Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Schon wieder werden wir von einem Dioxinskandal heimgesucht, nachdem erst im Mai letzten Jahres zu hohe Dioxinwerte in Bio-Eiern gemessen worden waren. Das Ausmaß dieses Skandals scheint das des letztjährigen noch bei weitem zu übersteigen. Tausende Agrarbetriebe in verschiedenen Bundesländern wurden zwischenzeitlich gesperrt. Inzwischen ist klar, dass der Giftstoff nicht nur in Eier, sondern auch in Schnitzel gelangt ist. Viele Verbraucher fragen sich: Wie kann so etwas in einem so reichen und angeblich so sicherheitsorientierten Land wie Deutschland passieren?

Die Antwort ist so einfach wie erschütternd: Hauptquelle für die Dioxinbelastung von uns Menschen sind tierische Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Milch. In diese Lebensmittel gelangt der Giftstoff über dieFuttermittel. Waren früher vor allem die Müllverbrennungsanlagen für die Dioxinbelastung der Bevölkerung verantwortlich, haben diese Rolle inzwischen die Futtermittelhersteller übernommen.
Im aktuellen Fall ist Dioxin über Fette in die Futtermittel gelangt; wahrscheinlich über Fette, die eigentlich nicht für den Verzehr bestimmt waren, sondern nur für die technische Weiterverarbeitung. Dem normalen Verbraucher scheint dies im ersten Moment unglaublich. Denn der macht seinen Salat daheim ja auch nicht mit Nähmaschinen- oder Fahrradkettenöl an. Anders in der industriellen Herstellung von Futtermitteln. Hier zählt in erster Linie der Preis – und technische Öle sind nun mal billiger als Verzehröle. So besteht der Verdacht, dass die Firma Harles und Jentzsch aus Schleswig-Holstein auf technische Mischfettsäuren zurückgegriffen hat, die eigentlich für die Papierherstellung bestimmt waren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Aber welche Gefahr geht von Dioxin aus und was genau ist das eigentlich? Dioxine und die dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (PCB) sind giftig und zum Teil krebserregend. Das besondere Problem: Sie reichern sich ein Leben lang im Körper an und werden kaum wieder abgebaut. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich. Besonders besorgniserregend: Die durchschnittliche Dioxinbelastung der Bevölkerung in Deutschland ist bereits am oberen Limit dessen, was die EU als gerade noch akzeptabel einstuft. Das ist auch der Regierung bekannt. Umso unverständlicher, dass sie immer noch nicht die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat um zu verhindern, dass Dioxine über die Futtermittel immer wieder auf unsere Teller kommen!
 
Tiere werden heutzutage nicht nur mit Heu und Getreide gefüttert. Häufig bekommen sie industriell hergestelltes Futter, sogenanntes Mischfutter, das neben Eiweißen, Zusatzstoffen, Mineralien und Vitaminen verschiedene pflanzliche und tierische Fette enthält. Immer wieder stecken in diesen Fetten zu viele Dioxine – wie im aktuellen Fall. Aber auch über das Getreide kann das Gift ins Futter gelangen oder über andere Zutaten wie Reststoffe aus der Lebensmittelproduktion. Deshalb fordert foodwatch: Futtermittelbetriebe müssen gesetzlich verpflichtet werden, alle Chargen der einzelnen Zutaten auf Dioxin zu testen – und zwar bevor sie diese Zutaten ins Futter mischen! Chargen mit überhöhten Werten müssen entsorgt werden.
 
Dass dies bisher nicht vorgeschrieben ist, ist ein schwerwiegendes Versagen der Politik. Und solange es nicht vorgeschrieben ist, sind solche Skandale leider keine Überraschung, sondern geradezu Programm. foodwatch fordert schon seit Jahren entsprechende verpflichtende Tests. Wäre das Fett auf Dioxine hin untersucht worden, bevor es zu Futter weiterverarbeitet wurde, hätte der Skandal verhindert werden können.
 
foodwatch fordert:
  • Futtermittelhersteller müssen verpflichtet werden, JEDE Charge einer Futtermittelzutat auf Dioxine zu testen – und zwar bevor sie die Zutat in das Futter mischen. Es darf keine einzige Zutat in das Futter gelangen, die nicht die Grenzwerte einhält.
  • Bei Grenzwertüberschreitung müssen die betroffenen Chargen vernichtet werden.
Helfen Sie uns dabei, diese Ziele zu erreichen, indem Sie Förderer/Förderin von foodwatch werden und setzen Sie gemeinsam mit uns die Politik unter Druck. Helfen Sie uns, dafür zu sorgen, dass die Politik endlich die geeigneten Maßnahmen ergreift, zukünftige Dioxinskandale zu verhindern. Wir geben regelmäßig Laboruntersuchungen in Auftrag, recherchieren, informieren Verbraucher und prozessieren, wenn es nötig ist. Natürlich ist das alles nicht umsonst zu haben. Deshalb: Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch!
Dioxine gehören nicht ins Essen! Der Gesetzgeber muss seiner Verantwortung gerecht werden und die Bürger vor dieser unnötigen Gesundheitsgefahr schützen, Dioxine reichern sich lebenslang im Körper an und werden nicht wieder abgebaut – mit zunehmendem Lebensalter steigt die Belastung und damit auch das Krebsrisiko. Frauen geben das Gift während der Schwangerschaft und über die Muttermilch schon an ihre Säuglinge weiter.
 
Quelle: foodwatch.de

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