foodwatch: Sauerstoff-Fleisch: Die große Frische-Illusion mit Nebenwirkungen

Es ist ein einfacher Trick: Mit hochkonzentriertem Sauerstoff behandelt, sieht Fleisch auch noch nach Tagen schön rosig-frisch aus. Wie gerade erst geschlachtet. Doch die Sauerstoff-Kur hat erhebliche Nachteile. Während der „Teint“ außen verkaufsfördernd manipuliert ist, altert das Fleisch von innen her durch die Behandlung schneller, es wird ranzig und zäh. Das staatliche Max-Rubner-Institut berichtet sogar von Gesundheitsgefahren, weil sich in hochkonzentriertem Sauerstoff vermehrt Cholesteroloxide bilden, die im Zusammenhang mit Krankheiten wie Arteriosklerose und Krebs stehen. Für die Händler aber, die das rot-gefärbte Fleisch länger und leichter verkaufen können, rechnet sich die Frische-Illusion. Risiken und Nebenwirkungen für die Kunden nehmen sie in Kauf.

Mit einem Labortest hat foodwatch nachgewiesen: Viele Handelsketten wenden die Sauerstoff-Behandlung systematisch an – und zwar in den luftdichten Frischfleisch-Packungen aus Plastik, die mit dem Hinweis „unter Schutzatmosphäre verpackt“ gekennzeichnet sind und in Selbstbedienungstheken fast aller Supermärkte verkauft werden. 154 Proben von 17 verschiedenen Rind- und Schweinefleischprodukten wurden analysiert, eingekauft bei Aldi (Nord), Lidl, Marktkauf und Rewe. Alle Produkte enthielten ein Gasgemisch mit hochkonzentriertem Sauerstoff in der so genannten „Schutzatmosphäre“ – mit den bekannten Risiken.

Das Sauerstoff-Doping hat für die Verbraucher nur Nachteile. Sie werden über den Zustand von Frischfleisch hinweggetäuscht, erhalten mindere Qualität und müssen sogar ein Risiko für ihre Gesundheit tragen. Gleichzeitig gibt es kostenneutrale Alternativen: Gasgemische mit Stickstoff statt Sauerstoff – oder Vakuumverpackungen.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner kann die die Sauerstoff-Behandlung auf allen Stufen der Fleisch-Produktion ganz einfach per Verordnung verbieten. Genau das fordert foodwatch – bitte unterstützen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion!

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Ihr foodwatch-Team

Quelle: foodwatch.de

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