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foodwatch: Nach Fukushima – fordern Sie strenge Strahlen-Grenzwerte!

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Kann ich noch Grünen Tee trinken? Wie erkenne ich, ob Reis aus Japan kommt? Seit dem Reaktor-Unfall in Fukushima erreichen uns immer wieder Anfragen von Menschen, die Angst vor strahlenbelasteten Lebensmitteln haben. Ohne Zweifel werden die Japaner langfristig großen Belastungen durch kontaminierte Lebensmittel ausgesetzt sein. In Europa gibt es nach wie vor keine Hinweise darauf, dass hoch belastete Produkte aus Japan im Handel sind. Umso mehr fragen wir uns, welche Ziele die Europäische Union mit ihren Grenzwerten verfolgt: Diese sind ohne Not so hoch angesetzt, dass sie die Einfuhr und den Verzehr radioaktiv belasteter Nahrungsmittel erlauben. Und das, obwohl genügend unbelastete Lebensmittel verfügbar sind – niemand ist auf radioaktiv belastete Nahrung angewiesen.

Selbst in den von Tschernobyl betroffenen Staaten Weißrussland und Ukraine gelten strengere Höchstgrenzen als in der EU – mit der Folge, dass Lebensmittel, die dort wegen ihrer Strahlenbelastung nicht mehr gehandelt werden dürfen, legal in der EU verkauft werden können.

Fordern Sie jetzt strengere Grenzwerte, um dieser absurden Situation ein Ende zu machen:

www.foodwatch.de/aktion-strahlenschutz

Ein Report, den foodwatch und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) heute in Berlin vorgestellt haben, kommt zu dem Schluss: Mit ihren aktuellen Grenzwerten akzeptiert die EU theoretisch allein für Deutschland eine Zahl von mindestens 150.000 zusätzlichen Todesfällen pro Jahr – angenommen, die Bevölkerung würde sich ausschließlich von Produkten ernähren, die in Höhe der Grenzwerte belastet sind. Würden diese Grenzwerte lediglich zu fünf Prozent ausgeschöpft, bedeutete dies immer noch mindestens 7.700 zusätzliche Todesfälle durch Krebs infolge der Strahlenbelastung von Lebensmitteln.

Solche theoretischen Überlegungen muss die Politik anstellen, wenn sie Grenzwerte erlässt. Wer nun einwendet, dass die Grenzwerte in der Realität ja gar nicht ausgeschöpft werden: Dann gibt es erst recht keinen Grund, die gesetzlichen Limits nicht strenger festzusetzen. Denn jede auch noch so geringe Strahlenbelastung bedeutet ein gesundheitliches Risiko, weil sie ausreicht, um schwere Erkrankungen wie Krebs auszulösen. Es gibt deshalb keine „sicheren“ Grenzwerte.

Für andere Strahlenquellen – zum Beispiel den Betrieb von Atomkraftwerken – erlaubt die deutsche Strahlenschutzverordnung nur eine viel geringere Belastung, als sie die EU-Grenzwerte für Nahrungsmittel zulassen. Die hohen Grenzwerte widersprechen zudem EU-Recht, das einen vorsorgenden Gesundheitsschutz vorschreibt. foodwatch und die Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) fordern deshalb:

Die Grenzwerte für die Belastung von Nahrungsmitteln mit Cäsium müssen drastisch reduziert werden – und zwar von derzeit bis zu 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm auf maximal 16.

Für die Belastung von Nahrungsmitteln mit radioaktivem Jod-131, das eine sehr kurze Halbwertszeit hat, muss die Null-Toleranz gelten.

Im Normal- wie im Katastrophenfall muss ein einheitliches Grenzwertregime gelten. Bislang kann die Europäische Kommission nach einem atomaren Unglück – wie bei Fukushima zunächst geschehen – die Grenzwerte für Nahrungsmittel lockern, und zwar im Alleingang und ohne jede parlamentarische Kontrolle. Das muss beendet werden!

Unterzeichnen Sie jetzt die Protestaktion an die Bundesregierung und die zuständigen EU-Kommissare und unterstützen Sie unsere Forderungen:

www.foodwatch.de/aktion-strahlenschutz

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir etwas verändern – machen Sie mit und empfehlen Sie die Aktion weiter!

Ihr foodwatch-Team

PS: Gutachten und Analysen von Wissenschaftlern und Anwälten können wir nur einholen, weil mehr als 20.000 Menschen unsere Arbeit als Mitglieder finanzieren. Und je mehr wir sind, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Bitte unterstützen auch Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Quelle: foodwatch.de

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