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foodwatch gegen Zwangsernährung mit Gentechnik

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Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher lehnt Gentechnik im Essen ab. Einer 2010 durchgeführten Umfrage der Europäischen Kommission zufolge werden es in den meisten europäischen Ländern sogar kontinuierlich mehr. In Frankreich sind es überwältigende 84 Prozent und auch in Deutschland möchten immerhin 78 Prozent keine Gentechnik auf ihrem Teller. Dafür gibt es gute Gründe: Niemand weiß, was diese Technologie langfristig bewirkt. Das werden erst unsere Kinder und Kindeskinder erfahren! Welche Folgen die Eingriffe ins Erbgut von Nahrungsmittelpflanzen haben, lässt sich erst nach Generationen feststellen. Doch die großen Gentechnikkonzerne wie Monsanto fahren Jahr für Jahr Rekordgewinne ein. Mit anderen Worten: Die Konzerne verdienen prächtig, aber die Natur ist ihr Versuchslabor und wir spielen die Versuchskaninchen!
 
Den Politikern scheint das allerdings völlig egal zu sein, denn nun haben die EU-Mitgliedsländer – also auch die "Verbraucher"ministerin aus Deutschland, Frau Aigner – beschlossen, dass künftig noch mehr Gentechnik als bisher in unserem Essen landen soll. Ab diesem Sommer dürfen Gen-Pflanzen, die noch nicht mal die bisher vorgeschriebene Sicherheitsprüfung durchlaufen haben, an das Vieh verfüttert werden. Das ist unfassbar: Nicht mal die – nicht gerade als gentechnikfeindlich bekannten – USA dulden Bestandteile von Genpflanzen, die nicht von den eigenen Behörden getestet worden sind!
 
Wir von foodwatch sagen: "Schluss mit der Zwangsernährung mit Gentechnik." "Zwangsernährung" deshalb, weil Gentechnik im Essen nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn es sich um pflanzliche Produkte handelt. Für tierische Produkte, die mit Gentechnik erzeugt werden, gilt dies jedoch nicht. Aber gerade in diesen Produkten steckt die meiste Gentechnik drin! Über 80 Prozent der gentechnisch veränderten Pflanzen landen im Futtertrog. Für Sie als Verbraucher bedeutet das konkret: Die Eier, das Fleisch, der Joghurt und die Milch, die Sie im konventionellen Handel erwerben, stammen mit hoher Wahrscheinlichkeit von Tieren, an die genverändertes Soja verfüttert wurde. Aber das steht nirgends drauf!
Echte Wahlfreiheit wird es nur geben, wenn große Teile des Fleischmarktes gentechnikfrei werden. foodwatch hat deshalb die Burgerbewegung ins Leben gerufen. Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass McDonald's Hamburger ohne Gentechnik herstellt. An McDonald’s wenden wir uns deshalb, weil gentechnikfreie Hamburger von McDonald's den Fleischmarkt umkrempeln würden. Denn in den McDonald's–Restaurants in Deutschland essen täglich etwa 2,58 Millionen Menschen. Für sie werden jeden Tag mehr als 120.000 Kilogramm Hackfleisch zu Burgern verarbeitet. Im Klartext heißt das: Fast jeder dritte (!) Landwirt in Deutschland beliefert auch McDonald's.
 
Seit Jahren sammeln wir dafür im Internet und auf der Straße Unterschriften und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Dezember letzten Jahres haben wir 72.000 Unterschriften an McDonald's geschickt. Zusammen mit den schon vorher übergebenen Unterschriften und den über unsere Mitmach-Aktion im Internet versandten E-Mails haben sich in der Zwischenzeit über 100.000 Verbraucher an McDonald's gewandt und Burger ohne Gentechnik gefordert!
Zuerst hat der Konzern versucht, uns mit der Behauptung abzuspeisen, es gäbe nicht genügend gentechnikfreies Soja auf dem Markt gäbe. Nachdem wir ihm im Rahmen einer spektakulären Aktion vor dem Berliner McDonald's-Restaurant auf dem Potsdamer Platz das Gegenteil bewiesen hatten, erklärte der Großkonzern, dass er leider nicht dazu in der Lage wäre seine Fleischlieferanten so konsequent zu kontrollieren, dass er Gentechnikfreiheit gewährleisten könne. Das ist merkwürdig: Wieso kann der Konzernriese nicht das, was immer mehr Molkereien bei ihren Lieferanten können?
 
Die Antwort ist klar: McDonald's verwechselt "Können" mit "Wollen" und um das nicht zugeben zu müssen, tischt er uns faule Ausreden und dreiste Lügen auf.
Wir wollen uns das nicht länger gefallen lassen und den Druck auf McDonald's und die Politik weiter erhöhen. Doch dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Wir möchten, dass McDonald's den Wunsch von 100.000 Verbrauchern nicht länger ignoriert und die Hamburger gentechnikfrei macht. Helfen Sie dabei mit und werden SieFörderer/Förderin von foodwatch: In Kampagnen wie der Burgerbewegung steckt eine Menge Arbeit, Marktanalysen, Informationsmaterial, juristische Gutachten, politische Lobbyarbeit und Aktionen. All das will bezahlt werden. Helfen Sie uns dabei!
Liebe foodwatch-Interessierte, wir wissen: Konzerne wie McDonald's, aber auch die Politik, reagieren nur auf drohende Gewinneinbußen oder Imageverluste. Mit unserer Burgerbewegung können wir den Finger in die Wunde legen. Aber dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie bitte Förderer/Förderin von foodwatch.
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Quelle: foodwatch.de

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