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foodwatch: Die “Eine-Milliarde Euro Kampagne der Lebensmittelkonzerne gegen die Ampel” – wir geben nicht auf – helfen Sie uns beim Aufbau einer Gegenlobby!

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Vor ein paar Tagen hat die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eine neue Studie zum Thema Ernährung vorgelegt. Die Kernbotschaft: Übergewicht ist auf dem Vormarsch und hat das “alarmierende Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen”. Zwar sind die US-Amerikaner hier traurige Spitzenreiter, aber auch in Deutschland ist bereits rund jeder zweite Bürger übergewichtig und jeder sechste sogar krankhaft fettsüchtig – Tendenz steigend. Die Kosten ernährungsbedingter Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck belasten das Gesundheitssystem hierzulande nach Angaben der Bundesregierung schon heute mit 70 Milliarden Euro jährlich!

Die Ampelkennzeichnung würde die Konsumenten auf einen Blick erkennen lassen, ob ein Produkt viel, mittel oder wenig Salz, Zucker oder Fett enthält. Über zwei Drittel der Verbraucher hatten deshalb die leicht verständliche Kennzeichnung gefordert. Kein Wunder, dass auch Krankenkassen, Herz- und Kreislaufspezialisten, Kinderärzte und Diabetesverbände in ganz Europa sich öffentlich für die Ampel ausgesprochen hatten.

Doch im Europäischen Parlament mussten die Ampelbefürworter im vergangenen Sommer eine Niederlage hinnehmen. “Das Gespenst der Ampel hat endgültig seinen Schrecken verloren”, bejubelte das Branchenblatt der Lebensmittelindustrie, die “Lebensmittelzeitung”, die Entscheidung. Ohne Zweifel, der Sieg der Konzerne ist ein Rückschlag für die Verbraucherrechte.

Was aber konnte den Siegeszug der Ampel noch aufhalten? Wer konnte ein Interesse daran haben, diesen durch und durch sinnvollen Vorschlag zur Lebensmittelkennzeichnung zu verhindern? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Lebensmittelkonzerne und ihre politischen Steigbügelhalter, darunter auch das deutsche “Verbraucher”ministerium. Selbst die OECD-Autoren kritisieren, dass die Politik Auseinandersetzungen mit der Industrie vermeiden will und deshalb häufig den “sanften” und wenig erfolgreichen Weg von kostspieligen Aufklärungskampagnen und freiwilligen Selbstverpflichtungen der Lebensmittelbranche einschlägt, anstatt durch sinnvolle gesetzliche Vorgaben Transparenz zu schaffen.

Die Ampel hätte vermeintlich gesunde Fitness-Flakes als Zuckerbomben und angeblich wertvolle Kinderdrinks als heimliche Dickmacher entlarvt! Das konnten die Nahrungsmittelmultis auf keinen Fall zulassen. Es ging für sie ans Eingemachte, es ging um ihr Geschäftsmodell! Beinah ist man geneigt zu sagen: “Koste es, was es wolle.” Denn dass die Konzerne sich die Verhinderung der Lebensmittelampel was kosten ließen, ist ein offenes Geheimnis. Mindestens eine Milliarde Euro sind nach eigenen Angaben der Konzerne in die Verhinderung der Ampel geflossen! Diese Summe muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Eine Milliarde Euro, um eine sinnvolle, von den Verbrauchern gewünschte, Lebensmittelkennzeichnung zu Fall zu bringen! Eine Milliarde Euro, um Beamte und Abgeordnete in Brüssel mit so absurden Argumenten, wie zum Beispiel, dass die Ampel zu Fehlernährung führe, gegen die Ampel zu mobilisieren!

Was hat das noch mit Demokratie zu tun, wenn die Gesetze von denen gemacht werden, die das meiste Geld ausgeben, um Abgeordnete zu beeinflussen?!

Dennoch: Auch wenn die Abstimmung im Europäischen Parlament verloren ist, haben wir einiges erreicht. Vor allem das gestiegene Bewusstsein, dass eine Nährwertkennzeichnung mehr sein muss als ein paar unverständliche Prozentzahlen. Dass sie einfach und schnell Verbraucher aller Bildungs- und Gesellschaftsschichten über den Nährwert informieren muss – letztlich um gewaltige Kosten auch für die Allgemeinheit zu vermeiden. Bei der Abstimmung haben sich dann auch immerhin 40 Prozent der Abgeordneten für die Ampel ausgesprochen. Verglichen mit dem Beginn der Diskussion, als die Ampel nicht einmal Gegenstand des Gesetzentwurfes der Europäischen Kommission war, ist das ein beachtlicher Erfolg! Und foodwatch war daran maßgeblich beteiligt!

Das Parlament hat entschieden, die Probleme bleiben. Wir von foodwatch geben nicht auf! Es gibt nur einen Weg gegen die Verbraucherverdummung: Wir müssen – vermehrt auch in Europa – eine wirkungsvolle Gegenmacht aufbauen! Wir, das heißt foodwatch zusammen mit Ihnen, den Verbrauchern.

Dazu brauchen wir keine Milliarde. Aber zumindest die Mittel, um unseren guten Argumenten europaweit Gehör zu verschaffen. Und viele, viele Verbraucher, die mit einer Fördermitgliedschaft und einem kleinen Beitrag zeigen, dass sie hinter uns stehen! Wir sind jetzt schon 17.000. Helfen Sie uns, noch mehr und damit stärker zu werden! Bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch!

Täglich werden wir getäuscht und in die Irre geführt, wenn wir unsere Lebensmittel kaufen. Erste Voraussetzung, damit sich etwas ändert, ist Transparenz. Und genau dagegen wehrt sich die Industrie mit allen Mitteln. Deshalb helfen Sie uns, eine starke Lobbymacht für die Vertretung der Verbraucherinteressen aufzubauen!

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Quelle: foodwatch.de

 

 

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