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foodwatch: Deutsche Bahn kennzeichnet Zusatzstoffe

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Deutsche Bahn kennzeichnet Zusatzstoffe
Im Mai 2010 hatte foodwatch die Deutsche Bahn für Produkte kritisiert, die unter dem Namen von Fernseh-Köchin Sarah Wiener im Speisewagen serviert wurden. Zusatzstoffe waren in der Karte nicht gekennzeichnet – in den Menüs drin steckten sie dennoch. Im Anschluss an diese Veröffentlichung begannen foodwatch und die Deutsche Bahn einen Austausch über die Kritik und die mangelhafte Kennzeichnung – mit gutem Ergebnis: Die Bahn erfüllt jetzt unsere Forderung nach mehr Transparenz. Heute kündigte das Unternehmen an, künftig alle Zutaten und Zusatzstoffe der Gerichte in der Bordgastronomie in einer Broschüre anzugeben und diese auf den Tischen auszulegen.
E-Mail-Aktion: Mehr Klarheit auf Speisekarten
Die Deutsche Bahn macht sich mit der Kennzeichnung aller Zutaten zum Vorreiter – höchste Zeit, dass diese Transparenz zum Standard in der Gastronomie wird! Denn die meisten Restaurantbetreiber, Caterer und Großküchen lassen ihre Gäste im Unklaren über Zusatzstoffe oder Aromen. Nur bei verpackten Lebensmitteln müssen alle „E-Nummern“ in der Zutatenliste aufgeführt werden. Für die Gastronomie gelten deutlich laxere Regeln: Eine Zutatenliste ist nicht vorgeschrieben, und viele Zusatzstoffe sind nicht deklarierungspflichtig. Das nutzt die Lebensmittelindustrie aus. Hersteller von Fertigkost für Kantinen und Großküchen entwickeln eigens Produkte, die nur solche Zusatzstoffe enthalten, die nicht in der Speisekarte aufgeführt werden müssen. So können Wirte ihren Gästen Zusatzstoff-Cocktails ohne jeden Hinweis unterjubeln. Wir können nicht einmal erkennen, ob in der Küche frisch gekocht oder nur ein fertiges Convenience-Produkte aufgewärmt wird. Das muss geändert werden! foodwatch fordert von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: Für die Gastronomie müssen dieselben Kennzeichnungsregeln gelten wie für verpackte Lebensmittel! Unterstützen Sie unsere Aktion für mehr Klarheit auf Speisekarten und unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion unter:
EU-Ministerrat gegen die Ampel
Der Ministerrat der EU hat entschieden: Eine verpflichtende Ampelkennzeichnung soll es in Europa vorerst nicht geben. Das Votum der Fachminister gegen die Ampel ist eine Ohrfeige für die Verbraucher und ein Triumph für die Industrie. Der Beschluss liest sich wie der Wunschzettel der Industrie-Lobbyisten: Keine Nährwertangaben auf der Vorderseite von Verpackungen und keine eindeutige farbliche Kennzeichnung, stattdessen nur Angaben auf der Verpackungsrückseite in einer Mini-Schriftgröße von 1,2 Millimetern. Kein Wunder, dass der „Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde“ – der Spitzen-Lobby-Verband der Lebensmittelwirtschaft – jubiliert und in der Positionierung des Ministerrats „auch eine Anerkennung für die Bemühungen der Branche“ sieht. Wessen Interessen für die Entscheidung ausschlaggebend waren, lässt sich kaum deutlicher zeigen… Der Verordnungsentwurf geht nun vom Ministerrat wieder zurück an das Europäische Parlament. Formal entschieden ist also noch nichts. Vorerst jedoch hat sich die Lebensmittelindustrie durchgesetzt. Wieder einmal.
PS: foodwatch kämpft gegen die Lobby-Macht der Konzerne. Allein in ihre Kampagne gegen die Ampel hat die Lebensmittelindustrie nach eigenen Angaben eine Milliarde Euro investiert. Um hier gegenhalten zu können, brauchen wir Ihre Hilfe: Unterstützen Sie uns und werden SieFördermitglied!
Quelle: foodwatch.de

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