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foodwatch: Der Smiley- Gegen Gammel-Restaurants und für mehr Lächeln im Land!

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Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Am 2. Dezember wurde im Bundestag die Forderung nach einer deutschlandweit einheitlichen Kennzeichnung für die Sauberkeit von Restaurants abgelehnt. Und das, obwohl sich eine überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Bundesbürger genau das wünscht: Die Einführung des Smiley-Systems nach dänischem Vorbild, wie eine im Frühjahr 2010 durchgeführte Umfrage ergeben hat.
In Dänemark hängen seit Jahren in Restaurants, Kantinen, Schulen, Altenheimen und Lebensmittelgeschäften die Ergebnisse der durch die Veterinär- und Lebensmittelbehörde erfolgten Kontrollen zu Lebensmittelsicherheit und Hygiene aus. Die Verantwortlichen müssen dokumentieren, wie sie bei der letzten Lebensmittelkontrolle abgeschnitten haben. Der Bericht muss an einer gut sichtbaren Stelle aushängen. Das Beste ist: Smiley-Symbole – von lachend bis grimmig – informieren jeden Besucher auf den ersten Blick über die erfolgte Bewertung. Zusätzlich werden alle Kontrollergebnisse im Internet veröffentlicht. Auf diese Weise kann das Untersuchungsergebnis bei jedem Einkauf oder bei der Planung eines Restaurantbesuchs zuhause am Computer berücksichtigt werden.
Wie bitternötig der Smiley wäre, zeigen sowohl die Bilanzen der Lebensmittelkontrollen, die Jahr für Jahr immer gleich schlecht ausfallen, als auch die Ergebnisse eines 2009 in Berlin-Pankow durchgeführten Pilot-Projektes. Die bundesweiten Lebensmittelkontrollen ergaben Mängel in jedem vierten Betrieb und beim Pankower Pilotprojekt stellte sich heraus, dass von 2.500 kontrollierten Gaststätten 850 gravierende Mängel aufwiesen! Als „gravierende Mängel“ galten zum Beispiel stark verdreckte Küchengeräte, zu warm gelagertes Fleisch, verschimmelte Lebensmittel oder stehendes Abwasser auf dem Fußboden. Selbst Kakerlaken, verschimmelte Zapfanlagen oder unverpackte Lebensmittel, die auf dem verschmutzten Boden herumliegen, werden von deutschen Lebensmittelkontrolleuren immer mal wieder entdeckt. Sogar Rattenplagen kommen in der Gastronomie vor.
Die Einführung des Smiley-Systems wäre die perfekte Lösung. Und nachdem foodwatch seit Jahren für den Smiley kämpft, soll er nun – glaubt man der Ankündigung der Berliner Senatsverwaltung – auch ab dem 1. Juli 2011 in der Hauptstadt eingeführt werden. Das wäre zwar ein Erfolg für foodwatch und die Verbraucher, aber leider nur ein Teilerfolg. Denn was ist mit den anderen Bundesländern? Die Ablehnung der bundesweiten Einführung dieses Systems durch den Bundestag dürfen wir uns nicht bieten lassen. Im Gegenteil: Wir müssen dafür sorgen, dass das System nicht nur in der Hauptstadt, sondern im gesamten Bundesgebiet kommt. Und zwar eins zu eins nach dänischem Vorbild und nicht etwa in einer verwässerten Light-Version! Bei so einem faulen Kompromiss könnten sich die Betriebe beispielsweise freiwillig entscheiden, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Die schlechten Betriebe würden aber wohl kaum aus freien Stücken mitmachen. Das verhindert echten Wettbewerb zwischen sauberen und schmuddeligen Geschäften und Gaststätten und lässt die Verbraucher weiterhin im Dunkeln. Sinnvoll kann das System also nur sein, wenn es für alle Betriebe verpflichtend ist!
Helfen Sie uns dabei, den Druck auf die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner und die Länderminister aufrecht zu erhalten, damit sich die Länder doch noch für den echten Smiley entscheiden und sich nicht weiter von Lobbyisten einschüchtern lassen, die gegen das Smiley-System Stimmung machen: Ein Funktionär des Hotel und Gaststättenverbandes (Dehoga) bezeichnete den Smiley als überflüssig und verstieg sich dafür zu einer an Verbraucherverhöhnung grenzenden „Begründung“: „Wenn die Küche stinkt, dann brauche ich kein Smiley, dann komme ich nicht wieder“. Offensichtlich ist dem Herrn entgangen, dass das Smiley-System eine differenziertere Bewertung erlaubt, und dass diese von den Verbrauchern auch gewünscht wird.
Damit in Zukunft nicht nur die Berliner, sondern alle Bundesbürger die Chance haben, um unhygienische Restaurants einen Bogen zu machen, bitten wir Sie darum, unsere Forderung nach Einführung des Smiley-Systems in allen Bundesländern zu unterstützen.
Helfen Sie uns dabei, indem Sie Förderer/Förderin von foodwatch werden und setzen Sie gemeinsam mit uns die Politik unter Druck. Helfen Sie uns, dem Einfluss der Lebensmittel- und Gaststättenlobby die Macht der Verbraucher entgegen zu setzen! Werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch. Denn wir von foodwatch werden uns mit aller Kraft dafür einsetzen, damit das eindeutige Votum der Bevölkerung politisch umgesetzt wird. Natürlich ist dies nicht umsonst zu haben. Wir produzieren regelmäßig Informationsmaterial, aktualisieren ständig unseren Internetauftritt, organisieren Protestaktionen. Wir recherchieren, führen Gespräche mit unterschiedlichen Interessenvertretern und geben juristische Gutachten in Auftrag.
Quelle: foodwatch.de

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