Ferdi Fuchs und der tägliche Beitrag zum späteren Bluthochdruck

 

Wenn's um Kinder geht, holen Marketing-Leute zum Doppelschlag aus: Comics zum Anfixen der Kleinen, Gesundheitsversprechen als Balsam für die Eltern. Wurstfabrikant Stockmeyer macht das genau so und preist die "Ferdi Fuchs Mini Würstchen" als "täglichen Beitrag für die gesunde Ernährung" an. Tatsächlich sind die Würstchen alles andere als ein ausgewogenes Kinderprodukt, drei rote Nährwertampeln bekämen sie: für Fett, gesättigte Fette und Salz. Vor allem der hohe Salzgehalt macht aus den Kinderwürstchen keinen "Beitrag zur gesunden Ernährung", sondern eher einen Beitrag zum späteren Bluthochdruck. Denn wer als Kind zu viel Salz isst, erhöht das Risiko später an Bluthochdruck und seinen zahllosen Folgekrankheiten zu leiden. Das weiß auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und empfiehlt seit langem eine "Verringerung des Salzgehaltes in Lebensmitteln". Den Wurstfabrikanten Stockmeyer interessiert das offenbar wenig, stattdessen bewirbt er seine salzigen Würstchen auch noch als besonders geeignet für Kinder.
 
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Kinder essen zu viel Salz: Je nach Alter und Geschlecht nehmen sie täglich zwischen 4,25 und 5,5 Gramm zu sich. Zu viel Salz kann zu erhöhtem Bluthochdruck führen, der wiederum Folgen haben kann: Nierenschäden, Schlaganfall, Herzinfarkt.
 
Doch Salz ist nicht grundsätzlich schlecht. Im Gegenteil: Es ist unentbehrlich für verschiedene Körperfunktionen. Nur liegen die realen Verzehrmengen meilenweit über dem, was der Körper wirklich benötigt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) fordert deshalb "Anstrengungen zur Senkung des Kochsalzverzehrs" und schätzt, dass für Kinder gerade einmal etwas mehr als ein Gramm Salz pro Tag lebensnotwendig sei. Tatsächlich essen Kinder deutlich mehr – Jungen zwischen sechs und elf Jahren beispielsweise etwa 5,16 Gramm. Das ist zu viel. Und es stammt zu einem großen Teil aus Wurst und Fleischprodukten.
 
Viele Wursthersteller wollen dennoch suggerieren, ihre Kinderprodukte seien besonders ausgewogen und speziell auf die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Kleinen abgestimmt. Ein beliebtes Mittel: künstliche Vitaminzusätze. So pumpt auch Stockmeyer seine Kinderwurst mit Vitaminen voll – das soll die "Knochen stärken", das "Zellwachstum" fördern und zu einem "reibungslosen Stoffwechsel" verhelfen. Damit sollen die Würstchen ein "täglicher Beitrag für die gesunde Ernährung" sein, wie es auf der Verpackung heißt. Doch die stolzen 2 Gramm Salz pro 100 Gramm lässt Stockmeyer in dieser Rechnung unter den Tisch fallen. Und das, obwohl Kinder bekanntermaßen ohnehin schon zu viel Salz aufnehmen. Eine schamlose Hanswursterei!
 
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Quelle: foodwatch.de

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