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Erstmals Uran-Grenzwert für Wasser beschlossen, aber kein Schutz für Kleinkinder

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Seit Jahren veröffentlichte foodwatch immer wieder Daten zur Uran-Belastung von Trink- und Mineralwasser. Seit Jahren versprachen Politiker immer wieder zu handeln – und lavierten doch nur herum. Jetzt endlich wird es einen gesetzlichen Höchstwert für Uran im Trinkwasser geben. Zukünftig darf in Deutschland kein Wasser mehr aus den Leitungen fließen, das mehr als zehn Mikrogramm des giftigen Schwermetalls pro Liter enthält. Dies hat der Bundesrat am vergangenen Freitag beschlossen. Die Bundesregierung muss noch zustimmen, was jedoch als sicher gilt.

Die Entscheidung ist nicht nur ein Erfolg für die foodwatch-Kampagne, sondern vor allem ein Fortschritt für die Verbraucher. Schließlich gab es bisher überhaupt keine verbindliche Obergrenze. Allerdings hat der Beschluss einen entscheidenden Haken: Mit dem neuen Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter können zwar Erwachsene vor Gesundheitsgefahren durch das toxische Schwermetall, wie zum Beispiel schwere Nierenschädigungen, bewahrt werden. Nicht jedoch Säuglinge und Kleinkinder. Ihnen bietet der Höchstwert keinen ausreichenden Schutz.

Dabei sollten es die Politiker in Bundesrat und Bundesregierung eigentlich besser wissen: Deutsche Behörden hatten 2007 bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eigens ein Gutachten zu dem Thema in Auftrag gegeben. Ergebnis: Selbst bei einer Uranbelastung von unter vier Mikrogramm pro Liter bestehen für Kleinkinder und Säuglinge erhebliche Risiken für eine Schädigung lebenswichtiger Organe wie der Niere! Gleichzeitig ist es technisch problemlos möglich, Uran aus dem Wasser herauszufiltern. 

Bundesregierung und Bundesrat ignorieren diesen neuesten Stand der Wissenschaft und verletzten damit ihre besondere Fürsorgepflicht für die Schwächsten der Gesellschaft – aus falscher Rücksichtnahme auf die Interessen der Wasserversorger! foodwatch fordert eine generelle Obergrenze von zwei Mikrogramm Uran pro Liter – egal ob für Wasser aus der Leitung oder aus der Flasche. Denn für Mineralwasser soll weiterhin keine gesetzliche Höchstgrenze festgelegt werden.
Unterstützen Sie daher die Forderung von foodwatch nach sicheren Uran-Limits! Machen Sie jetzt mit bei unserer E-Mail-Aktion im Internet und schreiben Sie direkt an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP):
Klicken Sie sich rein,
Ihr foodwatch-Team
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PS: Je mehr Menschen hinter foodwatch stehen, umso kraftvoller können wir unsere Forderungen in die Öffentlichkeit bringen. Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe – bitte unterstützen Sie uns und werden Fördermitglied!

Quelle: foodwatch.de

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