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Anti-Pilzmittel im Käse – Saint Albrays unverantwortliches Marketing

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Der französische Käse-Multi Bongrain (Géramont, Fol Epi, Bresso) hat neuerdings was ganz Besonderes im Sortiment: Den „Saint Albray Klosterkäse“ mit „essbarer Rinde“. Das behauptet der Hersteller zumindest mit einem großen Werbehinweis auf der Verpackung. Staatliche Wissenschaftler hingegen raten von dem Verzehr solcher Rinde dringend ab. Denn sie enthält das Anti-Pilzmittel Natamycin (E235), das in der Medizin z.B. bei Darmpilzinfektionen zum Einsatz kommt. Wer über Lebensmittel kleine Mengen davon aufnimmt, läuft Gefahr, dass sich Resistenzen bilden und die Substanz als Medikament seine Wirkung verliert. Wir haben Bongrain damit konfrontiert, doch der Konzern sieht darin keinerlei Problem. Beschweren Sie sich jetzt bei dem Unternehmen, das Ihnen Anti-Pilzmittel als „essbare Rinde“ verkaufen möchte:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen 

Das staatliche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das ebenfalls staatliche Max Rubner-Institut (MRI) sind sich einig: Mit Natamycin behandelte Käserinde sollte keinesfalls mitgegessen werden. Ausloben, dass die Rinde essbar ist, darf man laut Gesetz trotzdem. Und weil sich so eine essbare Rinde offenbar einfach besser verkauft, nutzt Bongrain das gesetzliche Schlupfloch – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Verbraucher. Geringe Herstellungskosten sind dem Konzern wohl wichtiger, denn mit Natamycin lässt sich Personal sparen, das den Käse während der Reifung pflegt und wendet, um ihn vor Schimmel zu bewahren. Diese offensichtliche Rationalisierungsmaßnahme versucht Bongrain sogar noch als traditionell zu verkaufen: „Entdecken Sie Saint Albray Klosterkäse, der heute wie damals in aller Ruhe in unseren Käsekellern reift und dabei seinen aromatisch-cremigen Geschmack entfaltet“, heißt es auf der Verpackung. Was eine antibiotisch wirkende Substanz in der Käseherstellung mit „damals“ zu tun hat, können vermutlich nur die Marketing-Manager von Bongrain beantworten. Nicht einmal die goldgelbe Farbe des Käses ist original – da hilft der Konzern mit einem Farbstoff nach. Der ach so traditionelle Klosterkäse ist also von vorne bis hinten eine einzige Werbelüge!

Ein vermeintlicher Qualitätshersteller wie Bongrain – nach eigenen Angaben weltweit (!) die Nummer Eins für Käsespezialitäten – sollte sich seiner Verantwortung als Lebensmittelhersteller bewusst sein. Meint man. Das aktuelle Beispiel zeigt, dass dem nicht so ist. Entgegen jeder Empfehlung erdreistet sich der Konzern, eine Käserinde mit Anti-Pilzmittel als etwas Besonderes auszuloben. Unterzeichnen Sie deshalb jetzt unsere E-Mail-Aktion an Bongrain:

www.abgespeist.de/saint_albray/mitmachen 

PS: Saint Albray Klosterkäse ist nur eines von vielen Mogelprodukten. Damit wir auch die anderen Tricks und Schwindeleien der Lebensmittelindustrie entlarven können, brauchen wir Geld für Recherchen und Kampagnen. Unterstützen Sie deshalb unsere Arbeit und werden Sie abgespeist.de-Pate:

www.foodwatch.de/abgespeist-patenschaft

Quelle: abgespeist.de

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